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Sie sind in den Straßen Berlins unterwegs und suchen dort ihre Opfer aus, bevorzugt ältere Damen: Bei ihnen kann noch am sichersten echter Schmuck vermutet werden. Außerdem sind sie leichter zu überrumpeln.
Die Täter sprechen ihre Opfer aus dem Auto heraus an. Sie fragen nach dem Weg – etwa zu einem Krankenhaus. In aller Regel erhalten sie bereitwillig Auskunft. Aus "Dankbarkeit" wird den Geschädigten Schmuck geschenkt. Das geschieht gewissermaßen im Handumdrehen: einer der Trickdiebe – oft eine Frau, tritt von hinten an das Opfer heran und legt ihm billigen Modeschmuck um.
Dabei wird unbemerkt die eigene, echte Kette des Opfers gestohlen. Die Bestohlene bemerkt den Verlust meist erst viel später. Übliche Täterkonstellation sind zwei Männer und eine Frau, wobei die Männer immer die passive Rolle ausüben und nur das Auto fahren. Die Frauen sind diejenigen, die agieren: sie rufen die Geschädigten heran und führen auch die Gespräche.
Die Trickdiebe sind im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Unlängst wurde im Saarland ein großes Verfahren abgeschlossen gegen mehrere Tätergruppierungen abgeschlossen, insgesamt waren es mehr als 80 Täter. In Berlin, vor allem in Neukölln konzentrieren sich die Diebstähle seit Mai. Im vergangenen Jahr wurden 13 Fälle dieser Art von Trickdiebstahl angezeigt. In diesem Jahr sind es schon 22 Taten mit einem Gesamtschaden von 30.000,- Euro.
Die Polizei rät: immer auf Distanz achten, nicht zu nahe an das Fahrzeug heran treten aus dem man angesprochen wird, dann niemanden an sich heran lassen, wenn die Täter einem Schmuck umhängen wollen! Laut und deutlich sagen: „Nein, das möchte ich nicht! Gehen Sie weg!“ Kein Dieb ist auf Öffentlichkeit erpicht.
Sollten auch Sie Opfer eines Trickdiebstahls sein oder die Täter beobachtet haben, melden Sie sich bitte bei der Polizei!
Hinweise an die Polizei Berlin, Telefon 030 4664 977 126, oder an jede andere Polizeidienststelle









