- Gewalttat am 02. Januar: 16-jähriger Bolivianer niedergestochen

Den Ort wird Alejandro C. so schnell nicht vergessen - am Fußgängerüberweg am U-Bahnhof „Hallesches Tor“ hätte er fast sein Leben verloren. Der 16-Jährige kommt aus Bolivien und war mit Freunden seit Silvester in Berlin unterwegs.

Am 02. Januar, kurz nach Mitternacht will er noch etwas essen. Sein Hostel liegt nicht weit vom U-Bahnhof, Alejandro C. macht sich auf den Weg zum dortigen Imbiss. Als er mit dem Essen in der Hand die Straße überqueren will, zeigt die Fußgängerampel Grün; erst als er auf der Straße ist, schaltet sie auf Rot.

Das regt einen Autofahrer so auf, dass er hupt, aus seinem Wagen springt und auf den Jugendlichen los geht. Erst fliegen Fäuste. Dann zieht der andere plötzlich ein Messer. Die Situation eskaliert.

Der Täter ist nicht allein. In seinem Wagen sitzen drei Frauen, die aussteigen und versuchen, ihn zu beschwichtigen. Er schlägt weiter zu. Die Frauen setzen sich schließlich wieder ins Auto. Kurz darauf steigt auch der Schläger ein. Sie fahren in Richtung Potsdamer Platz.

Der 16-jährige Bolivianer merkt noch nicht, wie schwer verletzt er ist: bis jetzt hat er nur die Schläge gespürt. Die beiden Messerstiche des Täters hat er nicht registriert. Er geht zurück zum Imbiss. Dort werden Zeugen auf seine blutende Wunde aufmerksam. Nur eine Notoperation im Urban-Krankenhaus rettet sein Leben.

Nach Zeugenvernehmungen entstehen zwei Phantombilder, in die die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Befragten eingehen. Worin alle sich einig sind: Der Messerstecher ist zwischen 25 und 30 Jahre alt, vermutlich türkischer Abstammung und mindestens 1,95 m groß. 

Die Polizei sucht weitere Zeugen der Tat, appelliert auch an die drei Frauen aus dem Wagen des Täters. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, inzwischen 2500 Euro Belohnung ausgelobt.

  • Wer kennt den Mann auf den Phantombildern?
  • Wer hat die Tat am 02. Januar am U-Bahnhof „Hallesches Tor“ beobachtet?

Hinweise an die Polizei Berlin, Telefon 030 4664 911 222, oder an jede andere Polizeidienststelle

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