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Christoph F. aus Berlin ist ein gewissenhafter Mensch. Deshalb ist er erst einmal irritiert, als ihm seine Bank schreibt, bald käme die Umstellung auf das europäische Zahlungssystem SEPA: wenn er nicht seine Bankdaten überprüft, könne er sein Online-Banking dann nicht mehr nutzen.
Er folgt dem beigefügten Link, gibt alle Informationen in ein täuschend echt wirkendes Online-Formular ein – und muss kurz darauf feststellen, dass er betrogen worden ist: eine Überweisung von 500 €, von seinem Konto, die er nicht veranlasst hat. Er hat auf eine Betrugsseite reagiert, eine so genannte Phishing-Mail!
Typisch bei dieser Betrugsmasche: die Täter bauen Druck auf, damit das Opfer nicht lange nachdenkt, sondern schnell handelt. Diese Art des Betruges gibt es in vielen Varianten; nahezu alle Banken sind davon betroffen. In den Mails wird behauptet, aus einem bestimmten Grund müssten dringend persönliche Kontodaten überprüft werden.
Häufigste Begründung im Moment: die bevorstehende Umstellung im Zahlungsverkehr auf SEPA. SEPA heißt „Single Euro Payments Area“, also etwa „Bereich für einheitliche Zahlungen in Euro“. Das soll die Zahlungen schneller und einfacher machen.
Wichtig dafür: die internationale Kontonummer, die IBAN. Sie besteht aus der alten Kontonummer und der Bankleitzahl, neu sind nur der Ländercode für Deutschland am Anfang und eine zweistellige Prüfziffer. Über kurz oder lang kommt die IBAN auf jeden Bankkunden zu.
Seine IBAN sollte jeder kennen. Bei Überweisungen ist eine längere Kontonummer einzugeben als bisher, sonst ändert sich für den Privatkunden nichts bei der Umstellung auf SEPA - anders, als in den betrügerischen Mails behauptet wird.
Die Polizei rät: auf keinen Fall auf Mail-Ankündigungen oder Mail-Bedrohungen reagieren! Diese Anfragen immer wegklicken und löschen, niemals auf den Link gehen, möglicherweise schleicht sich so Schad-Software ein.








