- Vorkasse mit schwerem Nachteil – Betrug beim Autokauf im Internet

Nicole und Kay C. leben in Falkensee. Sie arbeitet als Floristin, ihr Mann ist Kraftfahrer von Beruf. Für seinen Weg zur Arbeit ist er auf ein Auto angewiesen. Ende letzten Jahres ist ihm sein Wagen gestohlen worden, deshalb sucht er dringend einen neuen.

Und der ist schnell im Internet gefunden, bei Ebay-Kleinanzeigen: Ein Audi A3, ein Diesel, Baujahr 2002, aber wenig gefahren. Per E-mail schreibt ihm der Besitzer, er lebe als Rentner jetzt in Dänemark, hätte dort aber auch noch ein Auto und brauche das in Deutschland nicht mehr. Er schickt sogar ein Foto mit, das ihn und seine Frau zeigt – gemütliche ältere Leute.

Nach weiteren E-mails mit dem dänischen Verkäufer, der sich als Robert Petersen vorstellt, einigt man sich auf ein Treffen auf halber Strecke, in Hamburg. Um sicher zu sein, dass er nicht vergeblich auf Reisen geht, bittet der freundliche Rentner, den Kaufpreis schon mal vorab zu überweisen. Kay C. könne es problemlos bei jeder Postbank mit dem Geldtransfer-Service von Western Union einzahlen.

Kay C. zögert nicht lange. Er fühlt sich sicher: immerhin überweist er die 2200 Euro auf ein Konto, das auf den Namen seiner Frau läuft – extra eingerichtet bei der Western Union. Und nur seine Frau kann es auch wieder abholen. Die Einzahlungsquittung samt Transaktionsnummer und Personaldaten seiner Frau kopiert Kay C. und schickt die Kopie an Robert Petersen.

Was Kay C. nicht ahnt: Genau das ist der Trick, mit dem er um seine Geld gebracht wird!
Am 14. Dezember 2013 reisen die Eheleute per Bahn nach Hamburg - der Rentner würde mit dem Audi kommen und im Hotel auf sie warten.

Dort dann die böse Überraschung: Das Ehepaar aus Falkensee ist auf einen Betrüger hereingefallen.Der hat schon öfter Kaufinteressenten nach Hamburg reisen lassen. Vorher hat er mit gefälschten Ausweisen mit dem Namen und den Personaldaten des jeweiligen Einzahlers das Geld abgeholt und ist dann abgetaucht.

Die Polizei rät: in einer solchen Situation niemals in Vorkasse gehen und möglichst im Internet vorher Informationen über den "Verkäufer" einholen. Nicht selten wird da vor ganz konkreten Betrugsversuchen gewarnt.

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