Vermisster: Karsten Lorenz (Quelle: rbb)

- Vermisst seit einem Jahr - Karsten Lorenz

Das Schicksal des Lokführers aus Berlin-Pankow gehört zu den rätselhaftesten Fällen des vergangenen Jahres. Eine Mordkommission versucht nach wie vor zu klären, ob jemand seit seinem Verschwinden am 15. Februar 2013 Kontakt zu ihm hatte, oder ob es davor Informationen gab, die bei der Klärung seines Schicksals helfen könnten.

Am Bahnhof Lichtenberg wird er zuletzt gesehen an diesem 15. Februar 2013: Um 23.10 Uhr beendet er seine Schicht als Lokführer und macht sich mit dem Fahrrad auf den Heimweg nach Pankow-Heinersdorf. Dort kommt er nie an.

Ein Problem: von den persönlichen Dingen, die Karsten Lorenz an diesem Abend bei sich hatte, ist bis heute noch nichts wieder aufgetaucht: Weder sein Handy der Marke HTC, noch die ODEG- Zugführeruniform - Winterjacke, Hose, Hemd und Pullover. Auch sein Rucksack mit der Aufschrift ODEG und sein Fahrrad - ein Treckingrad der Marke Stevens sind verschwunden.

Als die Vermutung eines Unfalls sich nicht bestätigt, tun sich andere Fragen auf. Ist Karsten Lorenz entführt oder gar ermordet worden? Könnte es sein, dass er „abgetaucht“ ist, um woanders ein neues Leben zu beginnen? Auch ein Selbstmord ist nicht auszuschließen. Auf der Suche nach einem Abschiedsbrief überprüfen die Ermittler auch den Brief- und Mailverkehr von Karsten Lorenz.

Dabei tauchen neue Ermittlungsansätze auf. Jemand erinnert sich an ihn – an die Zeit vor seinem Verschwinden - und nimmt Kontakt zur Polizei auf. Karsten Lorenz hat oft mit Frauen im Internet gechattet – unter seinem vollen Namen, er verheimlicht auch nicht, dass er verheiratet und Familienvater ist. Er trifft im Chatroom Verabredungen.

Die Polizei bittet Frauen, die auf diese Weise vor oder nach dem 15. Februar 2013 Kontakt mit Karsten Lorenz hatten, sich zu melden.

Hinweise an die Polizei Berlin, Telefon 030 4664 911 444, oder an jede andere Polizeidienststelle

  • Die Familie von Karsten Lorenz hat für Hinweise, die zur Klärung seines Verbleibs führen, eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

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