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Wenn der Postbote Briefe oder Päckchen nach Hause bringt, denkt man, dass damit gewiss alles seine Ordnung hat. So ein Postbote – der hat doch fast etwas Offizielles.
Doch mit Nachnahmesendungen haben einige Empfänger in letzter Zeit ungute Erfahrungen gemacht. Einen Nachnahmebrief muss der Empfänger sofort bar bezahlen - beim Überbringer.
Erst dann wird ihm der Brief ausgehändigt, samt Quittung der Deutschen Post.
Vorher den Inhalt zu prüfen, ist nicht möglich. Das ist das Prinzip der Nachnahmesendung.
Doch manchmal kommt nach dem Bezahlen die böse Überraschung, dann nämlich, wenn der Umschlag nur wertloses Werbematerial enthält!
Versuche, dem bezahlten Geld nachzuspüren, verlaufen meist im Sande: Eine Nachnahmesendung aufgeben kann jeder – ohne sich dabei ausweisen zu müssen. Die Formulare dafür gibt es an den Postschaltern. Dort muss nur die Summe des Nachnahmebetrages notiert werden - und die Kontoverbindung, an die das Geld später überwiesen werden soll.
Adressen potentieller Opfer sind für Betrüger keine Hürde, denn es gibt einen regelrechten Handel, wo Adressdaten praktisch verkauft werden. Unseriöse Firmen nutzen sie in der Hoffnung, dass der Verbraucher, der die Sendung annimmt und bezahlt, nicht kritisch genug ist. Offenbar lohnt sich das.
Auffällig dabei: meist handelt es sich um nicht allzu hohe Beträge. Erfahrungen besagen, dass viele Adressaten bei Beträgen unter 100 Euro nicht so genau hinsehen. Einmal bezahltes Geld von dubiosen Firmen zurück zu fordern ist aussichtslos: oft sitzen sie im Ausland und sind nach Geldeingang nicht mehr erreichbar.
In unklaren Situationen die Annahme der Nachnahmesendung einfach verweigern, ist also die sicherste Art, sich gegen solchen Betrug zu schützen.







