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Sie kommen mit schwerer Technik und gehen professionell vor. Vielleicht denken Außenstehende gerade deshalb, dass alles seine Ordnung hat. Doch sie stehlen Hunderte von Baumstämmen. Ihre Beute verkaufen sie illegal an Tischlereien - wahrscheinlich außerhalb Deutschlands: Industrieholzdiebe, die derzeit im Norden Brandenburgs unterwegs sind.
Im vergangenen Jahr haben Täter allein in der Uckermark 40 mal Holz gestohlen. Der Tatort - meist mitten im Wald. Oft wird der Diebstahl erst spät bemerkt. Wenn einige Tage vergangen sind, können die Ermittler nur noch schwer feststellen, ob vorhandene Spuren vom Fahrzeug der Diebe oder von Forstmaschinen stammen.
Mittlerweile geht man dazu über, frisch geschlagene Bäume zu markieren, um Holzdiebe abzuschrecken. Außerdem werden die Kontrollen von Holztransporten verdichtet. Manche Diebe gehen noch dreister vor und stehlen Holz direkt vom Firmengelände – wie vor drei Wochen in einem Forstservicebetrieb im Gewerbegebiet Templin.
Am frühen Morgen rücken die Täter an, steigen über den Zaun. Dann lehnen sie die schweren Stämme gegen den Zaun, bis der nachgibt und laden sie auf. Hier müssen die Täter allerdings gestört worden sein - sie konnten die Ladung nicht mehr richtig sichern. Schon wenige hundert Meter weiter verloren sie einen der Stämme an einer Kreuzung.
Die Polizei fragt:
- Wer hat Anfang Februar im Raum Templin einen Holztransport beobachtet, dessen Ladung nur unzureichend gesichert war?
- Wem wurden Eichenstämme zur Weiterverarbeitung angeboten?
Hinweise an die Polizei Prenzlau, Telefon 03984 350, oder an jede andere Polizeidienststelle








