- Neuer perfider Betrug mit der Mitleidmasche

Es fängt an wie ein einfacher Trickbetrug: aus einem Auto heraus werden einem Rentner  günstig Messer angeboten. Daraus entwickelt sich ein Gespräch, und daraus wiederum ein systematischer Betrug, der sich über lange Zeit hinzieht…

Ein Rentner aus Berlin-Spandau, Anfang Siebzig, aufgeschlossen und sozial engagiert. Bei einem Spaziergang im August 2013 hält neben ihm ein Auto: zwei Männer, sie sprechen Deutsch mit Akzent, verwickeln ihn in ein Verkaufsgespräch. Er kauft ihnen ein Messerset ab, dann bittet ihn einer der Männer ihn um Hilfe: ihr Tank sei leer, sie hätten nicht genug Geld dabei.

Er leiht ihnen Geld, gibt ihnen seine Handynummer, damit man einen Rückgabetermin vereinbaren kann. Tags darauf rufen sie an – allerdings nicht, um das Geld zurück zu geben: jetzt fangen die Männer, die aus dem Iran stammen, an, seine Hilfsbereitschaft systematisch auszunutzen. Sie sprechen von Unterdrückung, Folter und Verschleppung von Kindern und appellieren an sein Mitgefühl.

Sie erzählen, sie würden in Deutschland Waren verkaufen - Messer, Rasierapparate oder Elektroartikel -, um so Spendengelder für bedürftige Familien im Iran zu sammeln, damit deren Söhne nicht als Kindersoldaten enden müssen.

Zunächst ist es ein Container mit Hilfsgütern, der beim Zoll liegt und mit anwaltlicher Hilfe frei bekommen werden muss. Nachdem der Renter den beiden auch dafür Geld "leiht", geht es immer weiter. Bald geht es um iranische Kinder, die die Männer in Berlin versteckt haben, um sie zu schützen.

Immer wieder treffen sich die beiden mit dem Rentner, immer wieder "leiht" er ihnen Geld: mal 500, mal 1000 - bis zu 2500 Euro auf einmal. Monatelang appellieren sie so an sein Mitgefühl, bis er glaubt, das Wohlergehen der iranischen Kinder hinge nur von ihm ab. Mehr als 30.000 Euro sind schon an die Betrüger gegangen, als seine Familie es bemerkt und sich an die Polizei wendet.

Zum Schein wird jetzt eine weitere Geldübergabe vereinbart. Die Männer werden verhaftet.
Die Polizei möchte wissen, ob es sich um Einzeltäter handelt, oder ob hinter dieser Betrugsmasche eine größere Organisation steckt. Sie fragt:

  • Wer wurde auf ähnliche Weise angesprochen?

Hinweise an die Polizei Berlin, Telefon 030 4664 935 401, oder an jede andere Polizeidienststelle

 

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