-
Wenn Räuber auf volle Kassen hoffen, dann kommen sie kurz vor Ladenschluss. Das war auch in Schildow so, einem kleinen Ort direkt an der Landesgrenze zu Berlin.
Es ist der 20. Februar gegen 20.00 Uhr. Das Geschäft ist leer, als zwei Männer mit vorgehaltener Pistole den Laden betreten. Sie treiben den Angestellten und die Geschäftsinhaberin ins Büro, wo sie den Angestellten an Händen und Füßen fesseln. Einer der Räuber packt die Geschäftsinhaberin und zwingt sie in den Kassenbereich. Dort soll sie den Tresor öffnen.
Das kann sie aber nicht – es ist nur der Geldtransportfirma möglich. Daraufhin wird die Frau wieder ins Büro gebracht, dort werden die Telefonkabel heraus gerissen, das Büro wird verschlossen. Die Eingesperrten warten ab und verhalten sich zunächst ruhig. Dann ruft die Geschäftsinhaberin mit dem Handy die Polizei.
Inzwischen haben die Räuber das Geld aus den Kassen und mehrere Stangen Zigaretten genommen. Den 60 kg schweren Tresor, ein Modell der Marke ROBUR RSH 2000, reißen sie aus der Verankerung und schleppen ihn zu ihrem Wagen, der gleich vor der Tür steht.
Beide Täter, dunkel gekleidet, waren 20 bis 25 Jahre alt. Einer war ein wenig kleiner, um die 1,60 m groß, und hatte einen gepflegten Vollbart. Der andere war etwa 1,70 m groß und hatte auffallende Augen: das Weiße im Augapfel war rot, wie bei aufgeplatzten Äderchen. Das könnten Symptome einer Allergie sein, oder aber der Mann ist drogenabhängig.
Sie sprachen Deutsch mit Akzent und könnten beide türkischer Abstammung sein. Nach Zeugenhinweisen sind die Täter vermutlich in einem dunklen Mercedes geflüchtet, einem neueren Modell, vermutlich einer C-Klasse-Limousine.
Die Polizei fragt:
- Wer hat am Abend des 20. Februar die Flucht der Räuber aus dem Getränke-Hoffmann in der Schildower Hauptstraße beobachtet?
- Wer kann genauere Angaben zum Fluchtfahrzeug machen?
- Wo ist seit dem 20. Februar ein Tresor der Marke ROBUR RSH 2000 aufgetaucht?
Vermutlich haben ihn die Räuber beim Öffnen stark beschädigt.
Hinweise an die Polizei Neuruppin, Telefon 03391 3540, oder an jede andere Polizeidienststelle








