Weisser Ring (Quelle: rbb)

- 22. März: Tag der Kriminalitätsopfer

Sybille K. kann wieder gehen, kann endlich auch wieder durch die Stadt bummeln. Lange Zeit war das für die 47-Jährige nicht möglich. Es ist knapp anderthalb Jahre her, da ändert sich innerhalb weniger Sekunden ihr ganzes Leben: Sie wird in der U-Bahn brutal zusammengeschlagen.

„Täter, Opfer, Polizei“ hat darüber berichtet: Am 21. September 2012, es ist gegen 09.00 Uhr, fährt Sybille K. mit der U5 zur Arbeit in Richtung Alexanderplatz. Am Bahnhof Frankfurter Tor setzt sich ihr ein junger Mann gegenüber. Er hat eine Schnapsflasche bei sich, die er mit einem langen Schluck leer trinkt und auf den Boden wirft. Dann zündet er sich ein Zigarillo an.

Sybille K. fordert ihn auf, es aus zu machen. Der Mann rastet aus: Er prügelt und tritt auf die 47-Jährige ein. Die anderen Fahrgäste sehen fassungslos zu. Der Schläger bricht ihr den 3. Lendenwirbel an, zertrümmert ihren linken Schienbeinkopf und den Meniskus.

Aber sie ist nicht nur Opfer einer brutalen Gewaltattacke – auch die Zeit danach ist schwer zu meistern: Probleme mit der Krankenkasse und im Beruf, juristische und bürokratische Hürden.
Viele Opfer von Kriminalität fühlen sich allein gelassen und verzweifeln an ihrer Situation. Hier hilft der Weiße Ring. Seine Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Sie versuchen eine Reihe von Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Menschen, denen Unrecht geschehen ist, in ihr normales Leben zurückkehren können. Dabei geht es ebenso um praktische Unterstützung bei juristischen Problemen wie um die psychologische Betreuung der Opfer.  

Der Mann, der auf Sybille K. eingeprügelt hat, konnte nicht ermittelt werden - auch diese Erfahrung müssen viele Opfer machen. Um Betroffenen besser helfen zu können, fordert der Weiße Ring, dass etwa 10 Prozent der Geldbußen und Geldstrafen an Opferschutz- oder Opferhilfeeinrichtungen gehen.

Schnelle Verbindung zum Weißen Ring: 116 006 - unter dieser kostenfreien EU-einheitlichen Nummer ist ab sofort das Opfer-Telefon des Weißen Rings geschaltet.
Die rund 40 ehrenamtlichen Opferbetreuer sind täglich von 07.00 bis 22.00 Uhr erreichbar.

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Total erledigt raus aus dem Flugzeug, Stress am Gepäckband - und dann noch eine fremde Stadt! Taxifahrer lieben orientierungslose Touristen, die froh sind, mit ihren Koffern irgendwo hingebracht zu werden und keine Ahnung von den Preisen haben.

Geld in der Kasse (Quelle: rbb)

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Die Polizei in Sachsen-Anhalt warnt vor einem Trickbetrüger, der auch in Brandenburg unterwegs ist. Er leiht sich in Autohäusern Fahrzeuge zur Probefahrt aus und bringt sie dann nicht mehr zurück.