Der gezeichnete Fall - Griff ins Räderwerk

Bernie ist sauer: Kay lässt ihn schon eine ganze Weile auf seine 500 Euro warten: „Ich bin gerade ein bisschen klamm, weißt du?“ Bernie weiß - er hat diesen Satz schon ein paarmal gehört.

„Pass auf“, meint Bernie, „beim Autohändler bei mir an der Ecke steht ein Audi mit Eins-A-Super-Alufelgen und Breitreifen! 1000 bis 1500 Euro der Satz. Du hilfst mir: wir holen uns die Räder, ich verkaufe die, und wir zwei sind quitt!“ Sie warten bis es dunkel ist und fahren mit Bernies Wagen zum Gelände des Autohändlers.

Am Tor bezieht Bernie Posten, um Schmiere zu stehen. Kay muss arbeiten – er hat ja die Schulden! Er buckelt eine große Sporttasche mit Wagenheber, Radkreuz, Arbeitslampe und Ziegelsteinen, die unter die Achsen gelegt werden, wenn die Räder ab sind. Durch Funksprechgeräte sind beide Männer in Kontakt.

Kay arbeitet flink, obwohl er sehr nervös ist. Er will gerade das erste Rad abziehen, da kommt eine Polizeisteife vorbei. Wütend funkt er den Komplizen an: „Bernie, pennst du – die Bullen!“ In heilloser Flucht und unter Zurücklassung seines Werkzeugs, verlässt Kay das Gelände. Die Beamten entdecken ihn und nehmen die Verfolgung auf – Kay entkommt und versteckt sich in einem Maisfeld.

Bernie kann sich unbemerkt in ein nahe gelegenes Gebüsch retten. Doch so leicht gibt die Polizei heute nicht auf: die Beamten fordern Verstärkung an: das Maisfeld wird umstellt! Und weil es damit immer noch nicht genug ist, steigt schließlich sogar ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera in die Septembernacht! Der kreist eine Weile über Kay, bis er sich entnervt stellt.

Etwas länger hält Bernie es in seinem Gebüsch aus. Doch als er nach zwei Stunden mit ansehen muss, dass die Beamten sein Auto sicher stellen, verlässt er die Deckung. „He, was macht ihr denn mit meinem Wagen?“ Die Polizeiaktion ist beendet. Die Mannschaften rücken ab. Der Hubschrauber kehrt heim.

Bernie und Kay haben in dieser Nacht wirklich jede Menge Räder bewegt. Die vier, um die es eigentlich ging, haben sich nicht gedreht. Für Kay, der seine Schulden mit Alufelgen bezahlen sollte, gibt’s am Ende eine Bewährungsstrafe wegen versuchten Diebstahls. Bernie muss dagegen Geld locker machen: 35 Tagessätze zu 10 Euro. Außerdem darf er für einen Monat den Führerschein abgeben.

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