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Eine bessere Tarnung als ein Baugerüst können Diebe sich nicht wünschen. In der Joachimsthaler Straße 30 in Berlin-Charlottenburg verbirgt sich dahinter ein denkmalgeschütztes Gründerzeithaus. Seit mehr als 120 Jahren schmücken reich verzierte Messingbeschläge die Zimmertüren.
So sollte es auch bleiben. Doch die Schmuckstücke wurden gestohlen. Der Tatzeitrauzm liegt zwischen dem 18. Dezember 2013 und dem 07. Januar 2014. In diesen Wochen sind bisher unbekannte Täter in das Haus eingedrungen, wo Sanierungsarbeiten stattfanden. Aus dem Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss stahlen sie insgesamt 27 antike Türbeschläge.
Jemand muss gewusst haben, welch imposante Beute hier zu finden ist. In den Gründerzeitjahren gab es in Berlin an die 300 Messinggießereien, daher kann man nichts über den Hersteller der gestohlenen Türbeschläge sagen. Es war entweder Manufaktur-Ware oder erste industrielle Produktion.
200 Euro würde im Laden einer der gestohlenen Beschläge kosten, das macht bei 27 Stück insgesamt 5400 Euro. Daher ist man auch beim Landeskriminalamt Berlin überzeugt davon, dass die Türbeschläge nicht, wie bei anderen Metalldiebstählen üblich, beim Schrotthändler landen. Dort bekämen die Diebe nämlich nur etwa 90 Euro dafür.
Die Polizei hat alle ortsansässigen Händler von antiken Baumaterialien informiert und ihnen das Foto der gestohlenen Türbeschläge geschickt. Die Diebe dürften es nicht leicht haben, sie wieder in den Handel zu bringen. Möglicherweise versuchen sie, die Beute stückweise los zu werden oder sogar in Einzelteilen. Gut möglich auch, dass sie an Privatpersonen verkauft wird.
- Wem wurden solche Türbeschläge angeboten - in Teilen, einzeln oder auch alle gemeinsam?
- Wer weiß sonst etwas über den Diebstahl in der Joachimsthaler Straße in Berlin-Charlottenburg?
Hinweise an das Landeskriminalamt Berlin, Telefon 030 4664 945 400, oder an jede andere Polizeidienststelle








