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Seit über einem halben Jahr ist Rita Frodien verschwunden. „Täter, Opfer, Polizei“ hat darüber berichtet. Ihre Familie denkt jeden Tag an sie, sieht sich Fotos und Urlaubsvideos an. Die Aufnahmen zeigen eine 78-Jährige, die zwar an Demenz leidet, aber vieles noch selbst bewältigt.
Mit ihrem Ehemann fährt Rita Frodien Anfang September 2013 für eine Woche nach Rheinsberg. Das Paar wohnt in einer Pension. Die verlässt Rita Frodien am 07. September, während ihr Mann Mittagsschlaf hält. Seitdem fehlt von ihr jede Spur.
Immer häufiger werden bei der Polizei demenzkranke Menschen als vermisst gemeldet – für die Ermittler eine besondere Herausforderung: großangelegte Suchaktionen laufen an, Spürhunde kommen zum Einsatz, nicht selten auch Taucher oder Hubschrauber mit Wärmebildkameras. Denn es besteht Lebensgefahr.
Meist werden die Demenzkranken rechtzeitig gefunden. Bei Rita Frodien ist das nicht so. Niemand hat die nur 1,44 m große Frau bemerkt. Demenzkranke fallen nicht unbedingt auf. Ihre Not ist nicht gleich zu erkennen, sie fragen nicht, bitten nicht um Unterstützung. Doch Mediziner warnen: auf sich allein gestellt, sind diese Menschen hilflos.
Was ist zu tun, wenn man auf eine orientierungslose Person trifft? Man sollte sie nach Möglichkeit beruhigen und schnell die Polizei verständigen. Angehörige von Demenzkranken können vorsorgen: die Betroffenen sollten einen Zettel mit Namen, Adresse und Telefonnummer bei sich haben.
Die Polizei sucht nach wie vor nach Rita Frodien. Sie ist 1,44 m groß und schmächtig. Im September 2013 trug sie das graue Haar kurz geschnitten. Bekleidet war sie mit einer roten Bluse mit kleinen weißen Punkten und einer dunklen Hose.
- Wer hat Rita Frodien am 07. September 2013 oder danach gesehen?
Hinweise an die Polizei Neuruppin, Telefon 03391 3540, oder an jede andere Polizeidienststelle
Die Familie hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Schicksals der Vermissten führen, eine Belohnung von 1.000 Euro ausgesetzt.








