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Ein prächtiger Hirsch – genau das, was der Trophäensammler sucht. Der Mann ist ein Wilderer: heimlich durchkämmt er den Wald nach so genannten Abwurfstangen. So nennt der Jäger abgeworfene Geweihe.
Ein kriminelles Hobby: Stangensucher sind von Februar bis April unterwegs, denn in dieser Zeit verlieren die Hirsche ihr Geweih. Dafür kriechen die Stangensucher bis tief ins Unterholz; sie wissen genau, wo sie fündig werden, kennen die Verstecke der Tiere. Dass ihre Suche für das Wild lebensgefährlich sein kann, kümmert sie nicht.
Gerade in diesen Wochen braucht das Wild besonders viel Ruhe. Wird es in dieser sensiblen Phase aufgeschreckt und muss plötzlich Energie aufbringen, kann das bis zum Tod des Tieres führen. Doch das ist nicht die einzige Folge dieser Form der Wilderei. Es kann auch zu Waldschäden kommen: das von den Stangensuchern aufgescheuchte Wild frisst Baumrinde.
Die Bäume können dadurch absterben oder dauerhaft geschädigt werden. Trophäensammler bringen das Wild in Gefahr und fügen der Natur Schaden zu. Und nicht nur das: sie machen sich strafbar. Denn Abwurfstangen gehören dem, der im Wald das Jagdrecht hat.









