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Sieben Monate Ermittlungsarbeit - dann die Festnahme am vergangenen Dienstag: die Polizei kann zwei Tatverdächtige verhaften. Ihnen wird der Mord an dem Türsteher Sebastian K. vorgeworfen, erschossen am 01. September 2013 vor dem Soda Club in der Berliner Kulturbrauerei.
Es geschieht am frühen Morgen um 05.30 Uhr: Im Soda Club ist die Party noch in vollem Gange. Einzelne Gäste gehen kurz vor die Tür. Hier ist auch der Türsteher des Clubs: Sebastian K. hat Dienst in dieser Nacht.
Plötzlich taucht ein Mann aus dem Dunkeln auf, geht wortlos auf Sebastian K. zu, hebt eine Pistole und schießt mehrmals. Dann verschwindet er. Zurück bleibt der schwer verletzte Sebastian K.
Im Krankenhaus erliegt er den schweren Verletzungen.
Nach ersten Ermittlungen vermutet die Polizei die Täter im Rockermilieu – und dass es um einen Racheakt geht. Auslöser dafür könnte ein Streit vor dem Soda Club gewesen sein - zwei Wochen vor der Tat. Sebastian K, das spätere Mordopfer, war an dieser Prügelei nicht beteiligt.
Nach sieben Monaten Ermittlungsarbeit verdichten sich für die Staatsanwaltschaft die Hinweise, dass die Mörder des Türstehers im Umfeld eines bestimmten Rockerclubs zu suchen sind. Nach den beiden Festnahmen stellt sich ein dritter Beschuldigter der Polizei. Auch er sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.
Zum Fahndungserfolg führte neben der intensiven Ermittlungsarbeit der Polizei letztendlich auch der Tipp eines Mannes aus der Rockerszene selbst. Tragisch und sinnlos: Sebastian K. wurde zufällig Opfer, in einem Streit, an dem er gar nicht beteiligt war, als sich Rocker für eine Prügelei rächen wollten.
Sebastian K, genannt Locke, wurde erst jetzt, am 01. April beerdigt - am gleichen Tag, an dem seine mutmaßlichen Mörder verhaftet werden konnten.









