- Britta Heidemann

Sie ist das "Gesicht des Fechtsports" (FAZ) und "vereint alles in sich, was Massenmedien mögen." (SZ): Britta Heidemann hat es geschafft, einen Sport populär zu machen, der bis dahin ein Schattendasein fristete. Spätestens mit dem dramatischen Halbfinal-Duell bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde sie weltbekannt.


Die Bilder von der unglücklich auf der Matte ausharrenden Halbfinalgegnerin Shin A Lam und der jubelnden Britta Heidemann zeigten die ganze Emotionalität dieses Sports.

Begonnen hat Britta Heidemann ihre sportliche Karriere als Leichtathletin und Schwimmerin. 1993 war sie Kölner Schülermeisterin im Hochsprung und über 800 Meter, ein Jahr später wurde sie westdeutsche Schülermeisterin im Schwimmen. Erst 1995 kam sie im Alter von 13 Jahren bei einem Schnupperwettkampf zum Fechten. Britta Heidemann verband ihre ersten beiden Sportarten mit ihrer Neuentdeckung und betrieb Modernen Fünfkampf.

1997 spezialisierte sie sich schließlich aufs Degenfechten. 2001 wurde die Rheinländerin Junioren-Europameisterin im Degenfechten. Langsam, aber stetig arbeitete sie sich in der Weltelite vor. Spätestens mit ihrem Erfolg bei der Weltmeisterschaft 2007 avancierte Britta Heidemann im Einzel zur Hoffnungsträgerin für die Olympischen Spiele 2008 in Peking. Nicht nur, weil sie sich auf Platz Eins der Weltrangliste vorgekämpft hatte, sondern auch, weil sie in China so etwas wie einen Heimvorteil genoss:

Nach dem Abitur 2001 hatte sie ein Studium der Regionalwissenschaften Chinas aufgenommen. Sie beherrscht die Sprache, kennt und liebt, nach vielen Besuchen, Land und Leute. Auch in den Medien ist die Fechterin, die jetzt als selbstständige Unternehmensberaterin tätig ist, in China präsenter als irgendein anderer westlicher Sportler.

Bei "THADEUSZ" erzählt Britta Heidemann, was „Dein ist mein ganzes Herz“ auf Chinesisch heißt, wie viel sie durch die Fechtmaske tatsächlich sehen kann und welche chinesischen Bräuche gewöhnungsbedürftig sind.