Thadeusz und Gustav Peter Wöhler; Quelle: rbb

- Gustav Peter Wöhler

Ausgerechnet sein Religionslehrer ermutigte Gustav Peter, es mit der Schauspielerei zu versuchen, und so sprach er vor. "Da kniete ich nun auf der Bühne der Schauspielschule Bochum: Ich, der kleine dicke Ostwestfale mit Brille, trug den Monolog des sterbenden Shakespeare aus Edward Bonds 'Bingo' vor". Zu seiner eigenen Verwunderung mochte die Jury das, was er da machte und Wöhler bekam den begehrten Studienplatz.

Danach nimmt die Karriere rasant Fahrt auf. Wöhler wird festes Ensemblemitglied am Hamburger Schauspielhaus, spielt in anspruchsvollen Kinofilmen von Doris Dörrie oder Werner Herzog mit, ist in Komödien wie den "Sieben Zwergen" von Otto Waalkes oder in Fernsehproduktionen wie dem "Wunder von Lengede" oder "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" zu sehen.

In Berlin stand er zuletzt auf der Bühne des Schlossparktheaters: Ende 2012 war er für den plötzlich verstorbenen Dirk Bach eingesprungen und hatte die Rolle des "Kleinen König Dezember" übernommen.

Neben der Schauspielerei ist Wöhler auch noch ein außerordentlich erfolgreicher Musiker. Seit 17 Jahren tritt er solo oder als Sänger der "Gustav Peter Wöhler Band" auf – und gibt dabei alles, bis zum buchstäblich letzten Hemd. Wer zusieht, wie der selbst ernannte "sexiest man alive" einen Hüftschwung andeutet oder den Mikroständer mit einem meterlangen Schal lasziv umgarnt, der merkt: Da schwingt nicht nur eine große Portion Selbstironie mit, der Mann hat auch noch Riesenspaß.

"Wegen mir" heißt seine neue CD, mit der er auf Tour ist. In Berlin gibt es ihn am 27. Mai und am 10. Juni in der "Bar jeder Vernunft" zu sehen.

Bei "THADEUSZ" erzählt Gustav Peter Wöhler, warum er sich Herbert Grönemeyer als Vorgruppe wünscht, wie sehr Claus Peymann irrte, der ihm jegliches Talent zum Vorlesen absprach, und wie der Sänger der Gruppe "Embryo" bedeutsam für seinen Werdegang wurde.