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Mit über 250 Film– und Fernsehrollen und einer beeindruckenden Bühnenpräsenz hat er sich in die Herzen des Publikums gespielt. Doch er ist nicht nur ein großer Darsteller im Film, im Fernsehen und auf der Bühne. Mario Adorf ist außerdem ein glänzender Entertainer und Mann von Welt.
Er war noch Student an der renommierten Münchner Otto-Falckenberg-Schule, als er für den deutschen Film entdeckt wurde und gleich mit einer Glanzrolle auffiel: "Nachts, wenn der Teufel kam" (1957). Die Rolle brachte Adorf den Bundesfilmpreis ein, der erste von zahllosen Preisen, die er für seine beispiellose Karriere erhielt.
Auch auf der Bühne stellte er immer wieder sein vielfältiges Talent unter Beweis. Die Liste der Regisseure, mit denen er bis heute Filme gemacht hat, liest sich wie ein Auszug aus der Hitliste des Weltkinos: Sam Peckinpah, Franco Rossi, Wolfgang Staudte, Edgar Reitz, Billy Wilder, Volker Schlöndorff, Helmut Dietl, Rainer Werner Fassbinder, Claude Chabrol und Sergio Corbucci, einer der Väter des Italo-Western.
Der inzwischen 83-Jährige führt seine einzigartige Karriere ganz bescheiden auf seine Vielseitigkeit zurück - er malt, bildhauert, schreibt, singt: "Ich bin ein Mann der vielen kleinen Begabungen. Keine war groß genug, um wirklich erstklassig zu werden. Aber alle zusammengenommen, dazu noch Sprachen können, Dialekte reden, ein passabler Boxer sein, haben mir geholfen, als Schauspieler glaubhaft zu wirken.
"Und der Mann hat sich nie unter Preis verkauft: Nur eine kleine Nebenrolle in Coppolas "Paten" zu spielen, lehnte er ebenso ab, wie die Nachfolge von Götz George im Tatort. Stattdessen hat er Furore gemacht in Kino- und Fernseh-Filmen wie "Die Blechtrommel", "Via Mala", "Der große Bellheim" und "Rossini". Getreu seinem Motto: "Das ist ein Imperativ: Man ist verpflichtet, aus den Möglichkeiten, die man hat, etwas zu machen. Ich glaube nicht an ein Leben nach dem Tod. Hier spielt die Musik."
Bei "THADEUSZ" erzählt Mario Adorf wie es war, mit einem Pinocchio zu spielen, der gar nicht da ist, warum er immer noch die Energie eines jungen Mannes hat und wieso er unbedingt Karl May spielen will.


