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Er ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller unserer Zeit. Chronist und Romancier der Studentenrevolte und Wegbereiter der 68er. Als Aktivist, Wortführer und Kampfgefährte von Rudi Dutschke hat Peter Schneider alle Phasen der Protestbewegung intensiv durchlebt.
Peter Schneider hat ein neues – sehr persönliches - Buch geschrieben. Schon mit acht Jahren verliert er seine Mutter. Jahrzehnte bewahrt er einen Schuhkarton mit ihren Briefen auf, ohne auch nur hineinzusehen. Was er dann in den Briefen der Mutter liest, verblüfft ihn. Schneider schreibt – inspiriert von dieser Entdeckung - den Roman "Die Lieben meiner Mutter". Denn seine Mutter liebte nicht nur ihren Mann, sondern auch dessen besten Freund - einen berühmten Opernregisseur. Dieser erwiderte ihre Liebe nur zögerlich, entzog sich ihr, hatte nur selten Zeit für die Frau, die sich ihm über Jahre so leidenschaftlich unterwarf und ihn zugleich zu besitzen suchte. Schneiders Eltern lebten diese Dreiecksbeziehung offen. Der Vater wusste stets über diese und andere Affären seiner Frau Bescheid.
Im Vergleich zu dieser unglaublichen Geschichte kommen Peter Schneider heute die Aufbruchsversuche der 68er mit Kommunen und der Idee der freien Liebe wie "Fingerübungen"vor.
Bei THADEUSZ spricht Peter Schneider darüber, wie viel Offenheit eine Liebesbeziehung verträgt, erzählt, warum man zwei Frauen nicht gleichzeitig lieben kann und verrät das Geheimnis seines jugendlichen Teints.


