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Fliegen bedeutet frei sein. Doch auch am Boden kann man das spüren: Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof ist mitten in Berlin diese neue Freiheit entstanden.
Einst war der Flughafen Tempelhof das größte europäische Luftfahrt-Drehkreuz. Dann ließ das NS-Regime eines der bis heute größten Gebäude der Welt auf dem Gelände errichten. Später wurde Tempelhof zum wichtigsten Landeplatz für die Versorgungsflüge der Luftbrücke – durch den Flughafen konnte die Blockade West-Berlins überwunden werden.
Seit Mitte der 1980er Jahre etablierte sich Tempelhof zum Flughafen für Geschäftsreisende. Die Planungen für den neuen Großflughafen BBI in Schönefeld bedeuteten schließlich aber das Aus von Tempelhof. Auch ein Volksentscheid konnte daran am Ende nichts ändern.
Seit Oktober 2008 ist der Flughafen Tempelhof stillgelegt. Im Mai 2010 wurde das Flugfeld geöffnet und ist seitdem zu einem der beliebtesten und größten Erholungsgebiete Berlins geworden. Auf mehr als 300 Hektar kann man zum Beispiel über die ehemaligen Landebahnen laufen, skaten oder radeln. Entspannung versprechen auch die riesigen Rasenflächen auf dem Gelände. Das Flughafengebäude, das inzwischen das größte Baudenkmal Europas ist, kann bei Führungen oder Veranstaltungen bestaunt werden.
Malte Führing
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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