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rbbonline | 24h Berlin


Das Leben in Berlin haben Schriftsteller, Journalisten, Fotografen und Filmemacher schon immer gerne festgehalten. Schließlich hat Berlin zu Recht den Ruf einer Weltstadt, auf die sich ein Blick lohnt. Noch nie jedoch wurde ein Tag im Leben der Stadt und ihrer Menschen so gründlich und so umfangreich dokumentiert wie im Herbst 2008.
24 Stunden Dreh - 24 Stunden Ausstrahlung
Der 5. September 2008 war scheinbar ein Tag wie jeder andere. An diesem Freitag waren jedoch so viele Objektive auf die Menschen in dieser Stadt gerichtet, wie selten zuvor. 80 Kamerateams waren vom frühen Freitagmorgen bis zum Morgengrauen am Samstag unterwegs, um einen ganz „normalen“ Tag im Leben Berlins festzuhalten.
Sie begleiteten Bewohner und beobachteten Besucher der Hauptstadt. Bei gebürtigen Berlinern waren die Filmmacher mit der Kamera ebenso dabei, wie bei den Menschen, die Beruf, Schicksal oder Sehnsucht nach Berlin gebracht hat.
24 Stunden dauerten die Dreharbeiten und exakt so lang ist auch der Film, der aus vielen hundert Stunden Aufnahmen entstanden ist. Genau ein Jahr nach dem Dreh wurde 24hBerlin vom Rundfunk Berlin Brandenburg und von ARTE ausgestrahlt – 24 Stunden lang, wie beim Dreh von 6.00 Uhr bis 6.00 Uhr. 24hBerlin war zugleich im Internet als Livestream und als Video sieben Tage lang abrufbar.
Was ist "normal" in Berlin?
Das Leben einer Großstadt an einem ganzen Tag einzufangen, ist ein ehrgeiziges Projekt. Erst recht in einer Stadt wie Berlin, in der 3,4 Millionen Menschen leben - darunter knapp eine halbe Million ausländische Bürger aus über 180 Nationen dieser Erde. „Wer die Normalität Berlins zeigen will, muss verrückt sein “, meinte rbb-Intendantin Dagmar Reim bei der Vorstellung des Films.
Und was ist schon normal in Berlin? Ist es der Abschleppwagenfahrer aus Reinickendorf oder der Drogenabhängige in Mitte? Ist es die Kreuzberger Angestellte im Callcenter oder der aus Burkina Faso stammende Tellerwäscher im Adlon, der abends mit seiner Band auftritt.
Ist der 17jährige türkische Rapper aus Neukölln „Berliner Normalität", die Schülerin aus Wedding oder der Küster im Krematorium in Treptow? In wohl kaum einer anderen Stadt in Deutschland ist Normalität so spannend und vielfältig wie in Berlin.
Im Mittelpunkt stehen die Menschen
24hBerlin zeigt die Stadt aus vielen Blickwinkeln und an vielen Orten. Ganz im Mittelpunkt stehen jedoch die Menschen. 20 Bewohner Berlins haben die Kamerateams besonders eng begleitet. Von hunderten anderen ist ein Teil ihres Tages in 24hBerlin festgehalten. Und einige Berlinerinnen und Berlin haben den 5. September 2008 genutzt um mit eigenen Videos dabei zu sein – auch die finden sich in 24hBerlin.
Die Schriftsteller und Fotografen waren an diesem Tag im Übrigen ebenfalls unterwegs. Denn auch in einem Buch (24hBerlin - Ein Tag im Leben / Steidl-Verlag) wird der 5. September 2008 in Fotografien und Reportagen festgehalten. So entsteht in Bild, Ton und Text eine einzigartige Dokumentation über einen ganz "normalen" Tag im Leben einer besonders aufregenden Weltstadt.
Stand vom 14.09.2008
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 14.09.2008 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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