Neu in den Bezirksparlamenten sind die Piraten, die im ersten Anlauf in alle 12 Kommunalparlamente einziehen. Am besten schnitt die Partei in Friedrichshain-Kreuzberg (drittstärkste Kraft nach Grünen und SPD), in Mitte sowie in Pankow ab. Damit stellt sie in den Bezirken künftig mindestens drei (Spandau, Steglitz-Zehlendorf) und maximal acht Abgeordnete(Friedrichshain-Kreuzberg).
Die SPD verlor in acht Bezirken Stimmanteile, in vier gewann sie zumeist leicht dazu. In Neukölln legten die Sozialdemokraten unter dem für seine teils umstrittenen Positionen zur Integration bekannten Bürgermeister Heinz Buschkowsky allerdings um satte 8,2 Prozentpunkte auf 42,8 Prozent zu.
Für die CDU blieben die Hochburgen in den bürgerlicheren Vierteln der Stadt bestehen. Stärkste Partei wurde sie auch wieder in Steglitz-Zehlendorf, Spandau und Reinickendorf.
Die Grünen haben ihre Ergebnisse ausbauen können. In allen Bezirken legten sie teils deutlich um bis zu 6,3 Prozentpunkte zu und kommen auf Stimmanteile zwischen 35,5 Prozent in ihrer Hochburg Friedrichshain-Kreuzberg und 5,8 Prozent in Marzahn-Hellersdorf.
Großer Verlierer in den Bezirken ist die Linke, die in ihren Hochburgen Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg Federn lassen musste. In Steglitz-Zehlendorf sowie in Reinickendorf wird sie im Kommunalparlament nicht vertreten sein.
Die rechtsextreme NPD zog bei der Wahl in drei Bezirksversammlungen ein. In Marzahn-Hellersdorf, Treptow-Köpenick und Lichtenberg, wo sie zwischen 3,7 und 4,5 Prozent erreichte, stellt sie je zwei Abgeordnete. Im Vergleich zu 2006 musste die NPD damit aber Stimmverluste zwischen 0,8 und 2,3 Prozentpunkten verbuchen. In Neukölln, wo sie bislang ebenfalls im Kommunalparlament vertreten war, verpasste sie den Wiedereinzug knapp.
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