rbb online

rbbonline | Flughafen BER | Der lange Weg zum BER

Flughafen BER
Flughafen BER
Der Ex-Vorstandschef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, Wilhelm Bender (Bild: dpa)

Suche nach Geschäftsführer geht weiter

Bender rückt nicht an die BER-Spitze

Das Verwirrspiel um den früheren Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender hat ein Ende. Wie Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck dem rbb am Montag in Potsdam sagte, wîrd der 68-Jährige das Projekt unterstützen, aber nicht als neuer BER-Geschäftsführer. Damit geht die Suche weiter.

Am Wochenende hatte es kurzzeitig so ausgesehen, als ob die Führungskrise auf der Baustelle des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg beendet ist: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) meldete, dass sich der ehemalige Chef des Frankfurter Flughafens und die Anteilseigner des BER einig sind.

Wie Platzeck am Montag nun mitteilte, war diese Meldung eine Ente und Bender übernimmt nicht den Job von Rainer Schwarz. Bender solle stattdessen "seinen Sachverstand in den Aufsichtsrat" einbringen. Weitere Details nannte der Aufsichtsratschef nicht. Nach rbb-Informationen konnten sich beide Seiten nicht auf die finanziellen Grundlagen eines Vertrags einigen.

"Ein schwerer Rückschlag" kommentierte die Berliner Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop die Absage des erfahrenen Managers.

Seit Ende Januar war Bender im Gespräch

Der entlassene Flughafen-Betreiberchef Rainer Schwarz (Bild: DPA)

Rainer Schwarz räumte seinen Chef-Posten im Januar. 

Ende Januar war bekannt geworden, dass Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) dem 68 Jahre alten Manager die Position an der Spitze des Hauptstadtairports angeboten hatte.

Bender führte 16 Jahre lang die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport, bevor er 2009 in den Ruhestand ging.


Der bisherige BER-Geschäftsführer Rainer Schwarz musste nach der mehrfachen Verschiebung des Eröffnungstermins im Januar seinen Posten räumen. Über die Nachfolge entscheidet der Aufsichtsrat, der am 13. Februar wieder tagt.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland brauche die neue Spitzenkraft eine "patriotische Berufung". Der neue Geschäftsführer müsse "hervorragende Management-Fähigkeiten sowie wirtschaftliche, technische und soziale Kompetenz» mitbringen, sagte Ramsauer der "Rheinischen Post".

Stand vom 04.02.2013

Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 04.02.2013 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Mehr zum Thema

Video 04.02.13

Abendschau, 04.02.13
Suche nach Flughafenchef geht weiter

Suche nach Flughafenchef geht weiter

Am Wochenende hatte es kurzzeitig so ausgesehen, als ob die Führungskrise auf der BER-Baustelle beendet sei. Doch die Information erwies sich als falsch. [Abendschau]

Audio 04.02.13

Montag, 04. Februar 2013

Bender sagt Flughafen BER ab
Bender sagt Flughafen BER ab

Der ehemalige Frankfurter Flughafenchef Bender wird nicht Chef des BER. Das hat Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck am Vormittag in Potsdam mitgeteilt. Bender stehe für den Posten des BER-Geschäftsführers nicht zur Verfügung. Thomas Rautenberg berichtet.

Bender sagt Flughafen BER ab
[Inforadio]

Video 31.01.13

Abendschau, 31.01.13
IHK zum Flughafenausbau

IHK zum Flughafenausbau

Nach der erneuten Verschiebung der BER-Eröffnung fordert die IHK von der Flughafengesellschaft eine saubere Planung über den Tag der Eröffnung hinaus. Die verbleibende Zeit müsse genutzt werden, die Kapazitäten deutlich zu steigern. [Abendschau]

Eberhard Diepgen (CDU), Berlins früherer Regierender Bürgermeister (Bild: dpa)

Diepgen vor BER-Ausschuss

"Bund wollte keinen größeren Flughafen"

Der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses hat sich erneut mit dem BER-Skandal beschäftigt. Berlins früherer Bürgermeister Eberhard Diepgen sagte, der Bund habe kein Interesse an einem größeren Flughafen gehabt. _mehr

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/themen/flughafen-ber/flughafen_ber/countdown/BER_Bender_Platzeck_Dementi.html

Fenster schließen!