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rbbonline | Flughafen BER | Der lange Weg zum BER


Die Geschäftsführung der Berliner Flughafen-Gesellschaft könnte bald durch einen zusätzlichen Finanz-Vorstand verstärkt werden.
Derzeit werde dies von den Gesellschaftern Berlin, Bandenburg und dem Bund geprüft, teilte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus mit. "Die Verstärkung um eine weitere Person könnte sinnvoll sein", sagte Wowereit, der Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft ist. Er bestätigte, dass vor allem der Bund als Gesellschafter auf einen zusätzlichen Finanz-Geschäftsführer dringe.
An eine Reduzierung der Bezüge oder eine Auflösung des Vertrags mit Airport-Chef Rainer Schwarz sei in diesem Zusammenhang aber nicht gedacht. Es gebe bestehende Verträge, die nicht aufgelöst werden könnten. Schwarz wird wegen der mehrfachen Verschiebung des Eröffnungstermins und der Kostenexplosion Missmanagement vorgeworfen.
"Im laufenden Rennen die Pferde zu wechseln, ist heikel"
Zugleich räumte Wowereit ein, dass die Kündigung des Generalplaners im Frühsommer ein Grund für zeitliche Verzögerungen und die erneute Verschiebung des Eröffnungstermins auf Oktober 2013 gewesen sei. "Im laufenden Rennen die Pferde zu wechseln, ist heikel. Aber dass wir diesen Schritt gemacht haben, ist nachvollziehbar", sagte Wowereit.
Es würde ihn sehr wundern, wenn diese Entscheidung jetzt Infrage gestellt würde. "Wie sollten wir denn auf mangelhafte oder gar keine Planungen reagieren?", so der Aufsichtsratschef. Um das zu korrigieren, müsse man in Kauf nehmen, dass man bei manchen Planungen wieder vor vorne anfange. Das sei allen Beteiligten bei der Entscheidung klar gewesen.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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