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Die Berliner Flughäfen melden erneut einen Passagierrekord: In Tegel und Schönefeld wurden im vergangenen Jahr mehr als 25 Millionen Passagiere abgefertigt, teilte die Flughafengesellschaft am Freitag mit. Die genaue Zahl lautet: 25.261.192.
Im Vergleich zu 2011 ist das eine Steigerung von 5,1 Prozent. Die Flughafengesellschaft bestätigte damit jetzt offiziell die Schätzungen, die sie Ende Dezember abgegeben hatte.
Die Zahl nähert sich damit der 27-Millionen-Marke. Für diese Anzahl ist der neue Flughafen BER ausgelegt. Viele meinen daher, der neue Airport sei bereits jetzt, also vor seiner Eröffnung, zu klein für das Passagieraufkommen.
Experten sollen Investitionsbedarf in Tegel prüfen
Angesichts der wachsende Passagierzahlen – und der ungewissen Eröffnung des BER – hat Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) jetzt eine Expertengruppe eingesetzt, um die notwendigen Investitionen am Airport Tegel zu ermitteln. Daran beteiligt seien die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die Flughafengesellschaft, erklärte Müller am Freitag.
Das Gremium soll prüfen, welche baulichen Veränderungen gegebenenfalls in Tegel gebraucht werden. Auch notwendige Sanierungen sollen aufgelistet werden, damit der Finanzbedarf errechnet werden kann.
Dringend sanierungsbedürftig sind nach Angaben Müllers mindestens die sanitären Anlagen und die Gepäckförderbänder. Es könne aber sein, dass auf das Land Berlin möglicherweise weitere Kosten zukommen, wenn etwa neue Zufahrten zum Flughafen gebaut werden müssten.
Der Großteil der Flüge von und nach Berlin wird derzeit über den Flughafen Tegel abgewickelt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg