Lebus
Fischerkiez

- Der Fischerkiez von Lebus

Die Bewohner des Kietzes von Lebus haben ein jahrhundertealtes Privileg. Sie besitzen die Fischereirechte auf der Oder zwischen Küstrin und Frankfurt. 1510 wurden sie ihnen per Unkunde zugesprochen.

Immer wieder versuchten zum Beispiel die Frankfurter ihnen das Recht streitig zu machen. Letztlich gewannen die Kietzer jeden Streit. Das Fischereirecht hängt an den 17 Kietzer Grundstücken. Wer dort ein Haus erwirbt oder erbt, hat gleich das Fischereirecht mit dabei. Die heutigen Bewohner haben ihr Fischereirecht allerdings weiterverpachtet und fischen nur noch für den Eigenbedarf – das heißt dann Küchen- oder Tischfischerei.

Autor: Kristof Kannegießer

weitere Themen der Sendung

Perlenkette an einer Frau

Schmuck aus Fisch

Fischsilber war vom 19-. bis zum 20. Jahrhundert eine ganz besondere Farbe. Gewonnen wurde das Fischsilber aus den Schuppen diverser Fische, zum Beispiel aus dem Ueckley.

Mönche auf Kahn stacken

Schöner Fasten im Mittelalter

An vielen Orten Brandenburgs finden wir heute Fischteiche. Die meisten wurden von Mönchen angelegt. Die Klöster mussten sich selbst versorgen. Deshalb und vor allem wegen der langen Fastenzeit war Fisch ein fester Posten auf der Speisekarte.

Hering vor unscharfer Hausfassade

Wie der Hering wirklich nach Frankfurt kam

Manchen Besucher wundert es schon, dass vom Giebel des Rathauses ein goldener Hering grüßt. Was hat die Stadt an der Oder mit Heringen zu tun? Sie war tatsächlich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts ein wichtiger Handelsplatz für Heringe an der Oder zwischen Stettin und Breslau.

Fischer und seine Frau schauen auf See

Theodor-Tour – nach Kaniswall

Theodor Fontane wird wegen seiner faktenreichen und genau recherchierten Niederschrift seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg gelobt. Allerdings nahm er sich auch mal dichterische Freiheiten.