Hering vor unscharfer Hausfassade
Wie kam der Hering nach Frankfurt

- Wie der Hering wirklich nach Frankfurt kam

Manchen Besucher wundert es schon, dass vom Giebel des Rathauses ein goldener Hering grüßt. Was hat die Stadt an der Oder mit Heringen zu tun? Sie war tatsächlich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts ein wichtiger Handelsplatz für Heringe an der Oder zwischen Stettin und Breslau.

Es gab in Frankfurt das Recht der „Niederlage“ – die Händler auf dem Weg von der Ostsee nach Schlesien zum Beispiel mussten ihre Ware 3 Tage zum Kauf anbieten. So trug der Hering zum Aufblühen der Stadt und zum Wohlstand der Kaufleute bei. Zum anderen muss es wohl auch wie in einem Fischereihafen gerochen haben. Der goldene Hering am Rathaus ist wohl das Zunftzeichen des Städtischen Beamten, der die Größe und das Gewicht der Heringsfässer kontrollierte. Er sorgte dafür, dass die Händler nicht mogelten, wenn sie ihre Abgaben zu zahlen hatten.

Autorin: Theresa Majerowitsch

weitere Themen der Sendung

Lebus

Der Fischerkiez von Lebus

Die Bewohner des Kietzes von Lebus haben ein jahrhundertealtes Privileg. Sie besitzen die Fischereirechte auf der Oder zwischen Küstrin und Frankfurt. 1510 wurden sie ihnen per Unkunde zugesprochen.

Perlenkette an einer Frau

Schmuck aus Fisch

Fischsilber war vom 19-. bis zum 20. Jahrhundert eine ganz besondere Farbe. Gewonnen wurde das Fischsilber aus den Schuppen diverser Fische, zum Beispiel aus dem Ueckley.

Mönche auf Kahn stacken

Schöner Fasten im Mittelalter

An vielen Orten Brandenburgs finden wir heute Fischteiche. Die meisten wurden von Mönchen angelegt. Die Klöster mussten sich selbst versorgen. Deshalb und vor allem wegen der langen Fastenzeit war Fisch ein fester Posten auf der Speisekarte.

Fischer und seine Frau schauen auf See

Theodor-Tour – nach Kaniswall

Theodor Fontane wird wegen seiner faktenreichen und genau recherchierten Niederschrift seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg gelobt. Allerdings nahm er sich auch mal dichterische Freiheiten.