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An vielen Orten Brandenburgs finden wir heute Fischteiche. Die meisten wurden von Mönchen angelegt. Die Klöster mussten sich selbst versorgen. Deshalb und vor allem wegen der langen Fastenzeit war Fisch ein fester Posten auf der Speisekarte.
In der Fastenzeit war der Fisch wichtig, weil kein Fleisch gegessen werden durfte – und die Fastenzeit begann im frühen Mittelalter bereits zur Adventszeit und dauerte 100 Tage. Das war nur mit Fisch zu überstehen. Und doch galt es ein Problem zu lösen: Die Fastenspeise durfte nicht über den Teller hinausragen. Beim Karpfen, der gern gegessen wurde, war das leider der Fall. Deshalb ließ der Bamberger Bischof einen Karpfen mit hohem runden Rücken züchten, der auf das Rund des Tellers passte – seitdem gibt es den bis heute beliebten Spiegelkarpfen.
Autorin: Konstanze Waidhaas






