Mönche auf Kahn stacken
Fasten im Mittelalter

- Schöner Fasten im Mittelalter

An vielen Orten Brandenburgs finden wir heute Fischteiche. Die meisten wurden von Mönchen angelegt. Die Klöster mussten sich selbst versorgen. Deshalb und vor allem wegen der langen Fastenzeit war Fisch ein fester Posten auf der Speisekarte.

In der Fastenzeit war der Fisch wichtig, weil kein Fleisch gegessen werden durfte – und die Fastenzeit begann im frühen Mittelalter bereits zur Adventszeit und dauerte 100 Tage. Das war nur mit Fisch zu überstehen. Und doch galt es ein Problem zu lösen: Die Fastenspeise durfte nicht über den Teller hinausragen. Beim Karpfen, der gern gegessen wurde, war das leider der Fall. Deshalb ließ der Bamberger Bischof einen Karpfen mit hohem runden Rücken züchten, der auf das Rund des Tellers passte – seitdem gibt es den bis heute beliebten Spiegelkarpfen.

Autorin: Konstanze Waidhaas

weitere Themen der Sendung

Lebus

Der Fischerkiez von Lebus

Die Bewohner des Kietzes von Lebus haben ein jahrhundertealtes Privileg. Sie besitzen die Fischereirechte auf der Oder zwischen Küstrin und Frankfurt. 1510 wurden sie ihnen per Unkunde zugesprochen.

Perlenkette an einer Frau

Schmuck aus Fisch

Fischsilber war vom 19-. bis zum 20. Jahrhundert eine ganz besondere Farbe. Gewonnen wurde das Fischsilber aus den Schuppen diverser Fische, zum Beispiel aus dem Ueckley.

Hering vor unscharfer Hausfassade

Wie der Hering wirklich nach Frankfurt kam

Manchen Besucher wundert es schon, dass vom Giebel des Rathauses ein goldener Hering grüßt. Was hat die Stadt an der Oder mit Heringen zu tun? Sie war tatsächlich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts ein wichtiger Handelsplatz für Heringe an der Oder zwischen Stettin und Breslau.

Fischer und seine Frau schauen auf See

Theodor-Tour – nach Kaniswall

Theodor Fontane wird wegen seiner faktenreichen und genau recherchierten Niederschrift seiner Wanderungen durch die Mark Brandenburg gelobt. Allerdings nahm er sich auch mal dichterische Freiheiten.