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Im heutigen Brandenburg wurden besonders viele Neubauern und Vertriebene durch die Bodenreform im Jahr 1945 zu Landeigentümern. Es gibt kaum noch Zeitzeugen, die bewusst in diese Vorgänge damals involviert waren. Horst Lehmann hat als Sohn einer Bauernfamilie erlebt, was sich auf dem Gut Lipten bei Calau abgespielt hat.
Auch die Familie von Karl Brunsch aus Saßleben bei Calau war von der Bodenreform betroffen. Sein Vater bekam zu seinen knapp 9 Hektar Ackerfläche noch zwei Hektar Wald hinzu. Damals hatte es 25 Umsiedler vor allem aus Schlesien nach Saßleben verschlagen. Auch sie bekamen acht bis zehn Hektar eigenes Land. Besiegelt mit einer Urkunde, die die Rechtmäßigkeit des Besitzes und die Schuldenfreiheit garantierte.
Beitrag von Konstanze Schirmer





