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"Komm, wir spielen Kaufmannsladen…“ Mit diesen Worten ziehen seit über 150 Jahren Kinder in eine Phantasie-Welt mit leeren Verkaufsverpackungen und Spielgeld. Die Läden haben viele Zeiten und Moden mitgemacht. Kaufmannsläden aus Kaisers Zeiten gibt es im Spielzeugmuseum Havelland ebenso wie spätere Modelle aus Holz oder Plastik.
Heute gilt: Hauptsache öko! Obwohl das reale Vorbild des Tante Emma-Laden fast ausgestorben ist, hat das Spielzeug überlebt. Der Kaufmannsladen ist bis heute der Ort, an welchem Kinder den Warenaustausch, Umgangsformen und die Wertschätzung von Waren spielerisch erlernen können. Mitte des 19. Jahrhunderts erblühte in Deutschland der Einzelhandel, und die Vielzahl der unterschiedlichsten Fachgeschäfte spiegelt sich auch in der Miniaturwelt wieder. Als der Kaufladen in der Gründerzeit salonfähig wurde, war er zunächst als Spielzeug nur für Jungen gedacht. Die Industrie nutzt das Spiel bereits früh zur Markenbindung und stellt oft kostenlos die kleinen Leerverpackungen zur Verfügung. So sind Kaufläden auch ein Abbild des Warensortiments ihrer Zeit.
Autorin: Anna Korehnke





