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Nach dem Zweiten Weltkrieg blühte in der Mark der Schwarzhandel. Geld war nichts mehr wert und Zigaretten eine gern gehandelte Währung. Viele Brandenburger zogen vom Land mit Lebensmitteln nach Berlin und wollten durch Tauschhandel Wertgegenstände zu ergattern. Mitten drin waren die Soldaten der Siegermächte, die in Zeiten der Not auf ein Schnäppchen hofften.
Peter Trucks war noch ein Kind, als der Krieg zu Ende ging. Sein Vater hatte während des Krieges als Konfektionär Kinder und Damenmäntel produziert. Mit den Restbeständen zogen Peter und seiner Mutter schon Ende Mai 1945 zum Schwarzmarkt am Brandenburger Tor. Ware gegen Ware, das war das Prinzip. Getauscht wurde alles, was legal nicht zu haben war. Die Preise variierten. Peter Trucks erinnert sich, es gab einen Grundwert, und das war die Zigarette. Der Gegenwert von 15 Reichsmark, danach richtete sich alles. Die Alliierten machten kräftig mit beim Tauschen auf dem schwarzen Markt. Bei den Amerikanern waren Schmuck, Uhren und vor allem Fotoapparate gefragt. Der Handel auf dem Schwarzmarkt war nicht nur verboten, er war auch gefährlich. Razzien jeden Tag und ein Tummelplatz für Diebe.
Autorin: Margarete Steinhausen





