-
1908 gründete sich in Guben die Druidenloge „Zur Hoffnung“. Sie gehörte damit zu den mehr als 260 Druidenlogen in Deutschland, die 1936 von den Nazis verboten worden sind. Zu DDR-Zeiten hielt das Verbot an. Erst 1992 besannen sich einige Gubener auf die Existenz dieses Ordens in ihrer Stadt und gründeten sich neu.
Seitdem werden die ureigenen Ordens-Werte, die aufklärerischen Ideale wie Brüderlichkeit, Wohltätigkeit, Gerechtigkeit, friedliches Zusammenleben der Ordensbrüder wiederbelebt. Diese Loge gehört zum VAOD (Vereinigter Alter Orden der Druiden) und natürlich zur Großloge Berlin/Brandenburg. Das oberste Prinzip der Logenbrüder ist eine Art Vereinsarbeit mit regelmäßigen Treffen nach speziellen Riten auf der Grundlage gegenseitiger Anteilnahme und Wissensvermittlung. Ihre Maxime lautet „Eintracht, Einigkeit und Freiheit“. Was haben die Druiden heute tatsächlich mit denen gemein, die man aus den Asterix-Filmen kennt, die also keltischen Ursprungs sind? Die Antwort lautet: im Prinzip nichts; die heutigen Druiden sehen sich als „ordentliche, ehrenhafte Menschen“, die nichts mit dem keltischen Hokuspokus gemeinsam haben, obwohl dort ihre Wurzeln liegen.
Der 1. Vorsitzende der Gubener Lode „Zur Hoffnung“, Rainer Zuchold, erklärt Wissenswertes zur Geschichte der Druiden, zu ihren Werten, und er besucht seine Brüder in den Berliner Logen. Erstmals erhält ein Kamerateam , nämlich das von „Theodor“, Einblicke in die Innenloge der Berliner Brüder. Die darf sonst nur von Ordensmitgliedern betreten werden. Hintergrund – der Vorsitzende der Großloge Berlin – Brandenburg, Ulrich Kiefer, hat dem „Theodor“-Team die Genehmigung dazu gegeben, um dem oftmals noch vorhanden Klischee eines Geheimbundes, einer Sekte und ähnlichem wirksam entgegenzutreten.
Beitrag von Konstanze Schirmer





