- Die Rettung der 'Feldbaubrigade'

Staatliche Auftragskunst in der DDR - was war das schon? Sozialistischer Realismus? Proletarische Helden? Weg damit auf den Müll, so mögen viele gedacht haben damals. Doch so eng und staatstragend ist die Kunst in der DDR oftmals gar nicht gewesen.

Herbert Schirmer, letzter DDR-Kulturminister, hatte sich vehement gegen die Wegwerfmentalität gestemmt und mit großem persönlichen Einsatz ein Kunstdepot in Beeskow aufgebaut, das den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gehört und in dem diese Werke gesammelt werden. Um Kunstwerke zu retten, ist Herbert Schirmer manches Risiko eingegangen. Exklusiv für Theodor hat Schirmer nun ein Geständnis abgelegt!


Beitrag von Theresa Majerowitsch

weitere Themen der Sendung

Die "Puff-Apostel" von Prenzlau

Vor der Roten Armee konnten sie erfolgreich versteckt werden, dem Geschick technisch versierter Einbrecher nach der Wende waren sie nicht gewachsen: Die Altarfiguren der Prenzlauer Marienkirche verschwanden scheinbar spurlos. Bis ein Kriminalbeamter aus Köln sie zufällig entdeckte: in einem Bordell.

Die Rückkehr der Frankfurter Marienkirchfenster

Eine ganze Bilderbibel - gemalt in Bleiglasfenstern. Kaum jemand hatte bis 1991 daran geglaubt, dass der alte Schatz der Frankfurter Marienkirche noch einmal auftauchen könnte. Theodor zeichnet das machtpolitische Spiel um die Rückkehr der Kunstwerke nach.

Nazi-Kunst im Döllnsee

Nicht alle Kunstgegenstände konnte Hermann Göring 1945 rechtzeitig aus seinem pompösen Landsitz Carinhall in der Schorfheide retten. Drei Skulpturen des Bildhauers Arno Breker wurden erst 1990 aus dem Großen Döllnsee geborgen. Innenminister Diestel leitete die Aktion.

Klingmühl: wie Dorfbewohner ihren Ort retteten

Klingmühl bei Finsterwalde war schon leergezogen, zum großen Teil abgerissen, als die Kohlebagger am Dorfrand stoppen mussten. Mit großer Hartnäckigkeit und gegen viele Widerstände eroberten sich die Klingmühler daraufhin ihr Dorf zurück.