Gerhard Gundermann schaut aus einem Baggerfenster heraus ( Quelle rbb)
Gerhard Gundermann im Bagger

- Gerhard Gundermanns spröde Heimatlieder

Er saß selbst auf dem Kohlebagger und dachte in seinen Liedern kritisch nach über eine Heimat, "von dessen Haut er schon gefressen hat“. Aus der Arbeit und dem Leben im Lausitzer Braunkohlerevier nahm Gerhard Gundermann Inspirationen für eine einzigartige Poesie.

Der 1998 verstorbene Liedermacher arbeitete noch in der Kohle, als er von seiner Kunst längst leben konnte. Die spröden Heimatlieder, die aus der Reibung zwischen Natur und Arbeit, später zwischen Ost und West entstanden, haben immer noch einen großen Fankreis.

Beitrag von Anke Blumenthal

weitere Themen der Sendung

Möhring Männerchor singt vor der Möhringbüste (Quelle rbb)

Der Möhring-Chor aus Alt Ruppin

1873 gründete Ferdinand Möhring in Alt Ruppin einen Männerchor - der noch heute existiert. Der Königliche Musikdirektor Möhring sorgte dafür, dass der Männergesang Einzug hielt im Ruppiner Land - und das in bis dahin ungekannter Qualität.

Notenblatt, durchschimmernd sieht man eine Truppe marschieren ( Quelle rbb)

Weltkriegslieder

Mit welchen Liedern auf den Lippen sind deutsche Soldaten vor hundert Jahren in den Krieg gezogen? Die Zeitungen waren voll mit selbstgedichteter Kriegsbegeisterung.

Brandenburgfahne im Wind

Roter Adler, braune Vergangenheit

Kiefernwälder, Sand und blaue Seen - nur selten wurde die karge Schönheit Brandenburgs so inbrünstig besungen. Kein Wunder, dass die von Gustav Büchsenschütz komponierte Märkische Heide zur inoffiziellen Landeshymne wurde. Kein Zweifel: ein Heimatlied, das heute unbefangen gesungen wird.

Gemälde von Paul Gerhardt, rechts davor sind Orgelpfeiffen zu sehen (Quelle rbb )

Paul Gerhardt

Seine Lieder finden sich noch nach mehr als 300 Jahren in jedem evangelischen Gesangsbuch. Paul Gerhardt war einer der größten deutschen Liederdichter. Und einer der ersten, die das Ich in die religiöse Dichtung einführten.