Brandenburgfahne im Wind
märkische Heide

- Roter Adler, braune Vergangenheit

Kiefernwälder, Sand und blaue Seen - nur selten wurde die karge Schönheit Brandenburgs so inbrünstig besungen. Kein Wunder, dass die von Gustav Büchsenschütz komponierte Märkische Heide zur inoffiziellen Landeshymne wurde. Kein Zweifel: ein Heimatlied, das heute unbefangen gesungen wird.

Und dennoch lässt sich das 1923 entstandene Lied nicht so einfach von seiner Vergangenheit trennen. Neben dem Horst-Wessel-Lied gehörte “Märkische Heide” zu den beliebtesten Märschen in der Nazizeit. Theodor erkundet die zwiespältige Geschichte eines bekannten Liedes.

Beitrag von Margarethe Steinhausen

weitere Themen der Sendung

Möhring Männerchor singt vor der Möhringbüste (Quelle rbb)

Der Möhring-Chor aus Alt Ruppin

1873 gründete Ferdinand Möhring in Alt Ruppin einen Männerchor - der noch heute existiert. Der Königliche Musikdirektor Möhring sorgte dafür, dass der Männergesang Einzug hielt im Ruppiner Land - und das in bis dahin ungekannter Qualität.

Notenblatt, durchschimmernd sieht man eine Truppe marschieren ( Quelle rbb)

Weltkriegslieder

Mit welchen Liedern auf den Lippen sind deutsche Soldaten vor hundert Jahren in den Krieg gezogen? Die Zeitungen waren voll mit selbstgedichteter Kriegsbegeisterung.

Gerhard Gundermann schaut aus einem Baggerfenster heraus ( Quelle rbb)

Gerhard Gundermanns spröde Heimatlieder

Er saß selbst auf dem Kohlebagger und dachte in seinen Liedern kritisch nach über eine Heimat, "von dessen Haut er schon gefressen hat“. Aus der Arbeit und dem Leben im Lausitzer Braunkohlerevier nahm Gerhard Gundermann Inspirationen für eine einzigartige Poesie.

Gemälde von Paul Gerhardt, rechts davor sind Orgelpfeiffen zu sehen (Quelle rbb )

Paul Gerhardt

Seine Lieder finden sich noch nach mehr als 300 Jahren in jedem evangelischen Gesangsbuch. Paul Gerhardt war einer der größten deutschen Liederdichter. Und einer der ersten, die das Ich in die religiöse Dichtung einführten.