...aus einem Tiegel läuft geschmolzenes Metall in eine Form ( Quell rbb )
Atomprogramm

- Uranwettlauf und die Bomben von Oranienburg

In Oranienburg gehören Bombenentschärfungen bis heute zum Alltag. 175 Weltkriegsbomben-Blindgänger wurden in der Stadt bisher unschädlich gemacht.

Doch noch immer weist Oranienburg die höchste Bombendichte Deutschlands auf. Besonders gefährlich ist ein amerikanischer Bombentyp mit chemischem Langzeitzünder. Allein 4000 davon wurden am 15. März 1945 über der Stadt abgeworfen.
Lange stritten Historiker über die wahren Hintergründe dieses ungewöhnlich schweren Bombenangriffs. Es war der Wettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion um das Uran. In den Oranienburger Auerwerken forschte der Wissenschaftler Nikolaus Riehl am Uran. Es gelang ihm Uran-Metall zu produzieren mit dem an anderer Stelle weitere Forschungen liefen. Dieser Produktion galt der Bombenangriff, der Oranienburg bis heute in Atem hält.

Beitrag von Maren Schibilsky

weitere Themen der Sendung

Im Wald sind Überreste eines Gebäudes zu erkennen (Quelle rbb)

Kummersdorf – das Labor der Kriege

Jegliches Kriegsgerät, dass deutsche Soldaten auf den Schlachtfeldern benutzten – von der Kanone bis zum Kochgeschirr wurde von 1874 bis 1945 in Kummersdorf auf seine Kriegstauglichkeit getestet.

Die Kamera blickt durch ein großes Fadenkreuz (Quelle rbb)

Raketen in Pinnow

Vom Rüstungsstandort zum Abrüstungsstandort. Einst wurden in Pinnow Raketen der NVA gewartet, Panzerfäuste gebaut - ein Hochsicherheitsobjekt in der Uckermark, das zu bestimmten Zeiten auch das Interesse der alliierten Militärmissionen in der DDR fand.

Großaufnahme von gestapelten Kanonenkugeln (Quelle rbb)

Kanonenkugeln aus Peitz

Alle kennen Peitz wegen seiner Karpfenteiche, aber aus der gleichen Zeit entstammt das Hüttenwerk. Der erste Hochofen Brandenburgs wurde hier gebaut und zwar aus nur einem Grund, um den brandenburgischen und später preußischen Truppen Munition zu liefern.