Großaufnahme von gestapelten Kanonenkugeln (Quelle rbb)
Kanonenkugeln aus Peitz

- Kanonenkugeln aus Peitz

Alle kennen Peitz wegen seiner Karpfenteiche, aber aus der gleichen Zeit entstammt das Hüttenwerk. Der erste Hochofen Brandenburgs wurde hier gebaut und zwar aus nur einem Grund, um den brandenburgischen und später preußischen Truppen Munition zu liefern.

Markgraf Johann von Küstrin hat die strategische Bedeutung der einstigen Exklave Brandenburgs gesehen und dem Ort eine Festung gebaut und gleich ein Rüstungswerk dazu. Bis ins 19.Jahrhundert hinein wurden Eisenkugeln hergestellt. 1814 lieferte das Werk etwa 10-tausend Bomben und Vollkugeln für die Schlachten gegen Napoleon. Mitte des 19.Jahrhunderts verlor es seine Bedeutung und wurde zivil genutzt. Nur aus einem Grund steht das Werk noch da: Geldmangel. Es sollte eigentlich in den 1930er Jahren verschwinden.

Beitrag von Dagmar Lembke

weitere Themen der Sendung

Im Wald sind Überreste eines Gebäudes zu erkennen (Quelle rbb)

Kummersdorf – das Labor der Kriege

Jegliches Kriegsgerät, dass deutsche Soldaten auf den Schlachtfeldern benutzten – von der Kanone bis zum Kochgeschirr wurde von 1874 bis 1945 in Kummersdorf auf seine Kriegstauglichkeit getestet.

Die Kamera blickt durch ein großes Fadenkreuz (Quelle rbb)

Raketen in Pinnow

Vom Rüstungsstandort zum Abrüstungsstandort. Einst wurden in Pinnow Raketen der NVA gewartet, Panzerfäuste gebaut - ein Hochsicherheitsobjekt in der Uckermark, das zu bestimmten Zeiten auch das Interesse der alliierten Militärmissionen in der DDR fand.