Blick von oben auf die Quadriga (Quelle rbb)
Der Mann hinter der Quadriga

- Der Mann hinter der Quadriga

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist weltbekannt und das Werk von Johann Gottfried Schadow. Anlässlich seines 250. Geburtstages wird der Bildhauer neu entdeckt, der auch an ungewöhnlichen Orten in Brandenburg seine Spuren hinterlassen hat.

Johann Gottfried Schadow war der bedeutendste Bildhauer des Klassizismus.
Er ist ein waschechter Berliner mit Brandenburger Wurzeln als Sohn eines märkischen Schneiders aus Saalow. Er hat sich mit seiner Quadriga auf dem Brandenburger Tor verewigt. Da war er 27 Jahre alt und schon drei Jahre lang Hofbildhauer des preußischen Königs. Den König konnte er mit einem Grabmal für dessen verstorbenen Sohn, Alexander von der Mark, überzeugen. Und der märkische Adel stand danach bei ihm Schlange. Ein Meisterwerk stand jahrelang etwas verloren in Horst in der Prignitz. Zum Geburtstag lässt es die Berliner Schadow Gesellschaft restaurieren.
Es ist ein Grabepitaph für einen Fünfjährigen. Die von Blumenthals beauftragten Schadow 1795 und der war auch von dem Ort beseelt. Schadow hat sich Bild vom Leben der Familie vor Ort gemacht, um in seiner Bildsprache die richtigen Konturen zu finden. Auch in Blumberg, Schöneiche, Kunersdorf und Frankfurt (Oder) gibt es Grabdenkmale, die aus der Hand des Künstlers stammen. Er hauchte kaltem Stein Lebendigkeit ein. Schadow studierte den menschlichen Körper sehr genau. Er war ein hervorragender Maler.
Im Jubiläumsjahr werden Schätze zu Tage geholt. Auch das Wohnhaus des Meisters in der Berliner Schadowstraße wurde restauriert. Der Bundestag hat 17 Millionen Euro investiert. "Theodor - Geschichte(n) aus der Mark" besucht Grabdenkmale in der Prignitz, zeigt zum ersten Mal das alte Wohnhaus von innen und findet ausgewählte Stücke im Berliner Stadtmuseum im Ephraimpalais und im Zentralarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Autorin Dagmar Lembke

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