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Beobachtungen an der Autobahnraststätte Michendorf, ca. 1960. | Bild: rbb

Die Mitropa betrieb auch Autobahnraststätten - Speisen neben der Autobahn


Die erste Autobahn der Welt, nur für Autos, wurde 1921 in Berlin eingeweiht, die Avus. An der Avus entstand kurz darauf auch der Rundbau mit dem Mercedesstern. Ursprünglich als Sitz für die Rennleitung und für Gästegedacht, die dort auch verpflegt worden sind. In dieser Zeit entwickelte sich die Idee,  auch Rastanlagen zu bauen. Die Reichsraststättengesellschaft gründete sich in dem Bau.

Schon mit der Eröffnung der ersten Autobahnabschnitte Anfang der 1930er Jahre stand fest, dass diese neuartigen Routen nicht nur dem Lastentransport dienen sollten. Es begann eine "neue Kunst" des Reisens. Dabei sollten die Autofahrer und ihre Fahrzeuge bequem versorgt werden. So entstanden die Vorläufer der heutigen Raststätten, zunächst eine Tankstelle mit kleinem Imbissangebot. Eine der bekanntesten Raststätten in Berlin und Brandenburg ist die in Michendorf (erbaut 1938) und die unter Denkmalschutz stehende Tankstelle an der A12 in Fürstenwalde. Bis 1942 wurden 24 Rastanlagen deutschlandweit gebaut. Erst nach dem Krieg entstanden weitere. Heute gibt es 750 Raststätten, ca alle 60 Kilometer eine.

Während der Dreharbeiten für diesen Beitrag wurden wir in hervorragender Weise unterstützt durch den Oldtimerfan Rainer Schmatloch vom Verein "Mobile Welt des Ostens" in Calau. Das Theodor-Team sagt Danke!

 

Ein Beitrag von Theresa Majerowitsch.

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