Die Geschichte der Minimax-Feuerlöscher +++ Der große Neuruppiner Stadtbrand +++ Die Cottbuser Turner-Feuerwehr +++ Feuerwehrtechnik aus Wittenberge +++ Die Mordbrennerbande +++
Ab 1905 wurden Feuerlöscher in Neuruppin produziert, im ersten Feuerlöschgerätewerk Deutschlands. Schnell wurden Minimax-Produkte zur Massenware und die Firma expandierte. Der Unternehmer Wilhelm Graaff hatte sich gemeinsam mit Hans Mikorey, einem Ingenieur, den ersten Handfeuerlöscher der Welt patentieren lassen, der in Massenproduktion gehen sollte.
Kaum eine Stadt in Brandenburg ist so häufig von Großbränden heimgesucht worden wie Neuruppin. Feuer schrieben sozusagen die Stadt-Geschichte. Himmelfahrt 1465 brannten große Teile Klosterviertels ab. Fünf Brände überzogen die Stadt allein im 17. Jahrhundert. Doch die Katastrophe, die sich am 26. August 1787 ereignete, überstieg mit ihrer Zerstörungswucht alle vorangegangenen.
Am 23. August 1857 stand der Cottbuser Schlossberg lichterloh in Flammen. Die Ursache war ungewöhnlich, denn im Schloss befand sich eine moderne Textilfabrik. Sie verfügte über die erste Dampfmaschine in der Stadt. Offensichtlich war der technische Fortschritt schneller als der Brandschutz. Denn die riesigen Mengen Wolle, die dort verarbeitet wurden, entzündeten sich und flogen brennend durch die Luft.
Seit 155 Jahren existiert die Wittenberger Firma Metscher, eine alteingesessene Gießereifirma, die sich auf Feuerwehrtechnik spezialisiert hatte. Die Firmengeschichte ist eng mit der Entwicklung Wittenberges und der Feuerwehr verbunden. Die Feuerwehr ging 1868, wie vielen anderen Orten Brandenburgs, aus dem Turnerverein hervor.
Johann Peter Horst und seine Geliebte Luise Christiane Delitz führen um 1810 eine lose Bande von Brandräubern an, die Brandenburg, Böhmen und Sachsen durch Brandstiftung und Diebstahl unsicher machten. Als Anführer der so genannten Mordbrennerbande geht das Paar in die Kriminalgeschichte ein.