Eine brennende Fackel zündet ein Heuverschlag an ( Quelle rbb )
Mordbrennerbande um 1810

- Die Mordbrennerbande

Johann Peter Horst und seine Geliebte Luise Christiane Delitz führen um 1810 eine lose Bande von Brandräubern an, die Brandenburg, Böhmen und Sachsen durch Brandstiftung und Diebstahl unsicher machten. Als Anführer der so genannten Mordbrennerbande geht das Paar in die Kriminalgeschichte ein.

Johann Peter Horst und seine Bande werden beschuldigt, in 45 Städten und Dörfern Brand gelegt zu haben, um ihre Raubzüge zu vertuschen. Der damit angerichtete Schaden stand meistens in keinem Verhältnis zur Beute. Der Räuber stiehlt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Tatorte sind unter anderem Ziesar, Rathenow, Brandenburg an der Havel, Lenzen, Perleberg, Stettin, Müncheberg, Frankfurt an der Oder, Lübben. Jahrelang kommen sie ihm und seiner Geliebten nicht auf die Schliche. Einmal wird er festgenommen, weil er sich nicht ausweisen kann. Es gelingt ihm die Flucht, als der Gerichtsdiener ihn leichtfertig zum Angeln mitnimmt. Erst später verrät ihn eine Pfeife, die er natürlich geklaut hatte. Er wird festgenommen und 1813 mit seiner Geliebten auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Dies ist wahrscheinlich die letzte Verbrennung in Preußen.

Beitrag von Theresa Majerowitsch

weitere Themen der Sendung

Schriftzug Feuerlöscher Apparat Minimax (Quelle rbb )

Die Geschichte der Minimax-Feuerlöscher

Ab 1905 wurden Feuerlöscher in Neuruppin produziert, im ersten Feuerlöschgerätewerk Deutschlands. Schnell wurden Minimax-Produkte zur Massenware und die Firma expandierte. Der Unternehmer Wilhelm Graaff hatte sich gemeinsam mit Hans Mikorey, einem Ingenieur, den ersten Handfeuerlöscher der Welt patentieren lassen, der in Massenproduktion gehen sollte.

In die Copie einer alten Stadtkarte von Neuruppin wird in der Mitte ein Loch gebrannt. ( Quelle rbb)

Der große Neuruppiner Stadtbrand

Kaum eine Stadt in Brandenburg ist so häufig von Großbränden heimgesucht worden wie Neuruppin. Feuer schrieben sozusagen die Stadt-Geschichte. Himmelfahrt 1465 brannten große Teile Klosterviertels ab. Fünf Brände überzogen die Stadt allein im 17. Jahrhundert. Doch die Katastrophe, die sich am 26. August 1787 ereignete, überstieg mit ihrer Zerstörungswucht alle vorangegangenen.

ein Gemälde zeigt den Schlossbrand in Cottbus am 23. August 1857 ( Quelle rbb )

Die Cottbuser Turner-Feuerwehr

Am 23. August 1857 stand der Cottbuser Schlossberg lichterloh in Flammen. Die Ursache war ungewöhnlich, denn im Schloss befand sich eine moderne Textilfabrik. Sie verfügte über die erste Dampfmaschine in der Stadt. Offensichtlich war der technische Fortschritt schneller als der Brandschutz. Denn die riesigen Mengen Wolle, die dort verarbeitet wurden, entzündeten sich und flogen brennend durch die Luft.

Zwei historische Feuerwehrmänner an einer Handdruckspritze (quelle rbb )

Feuerwehrtechnik aus Wittenberge

Seit 155 Jahren existiert die Wittenberger Firma Metscher, eine alteingesessene Gießereifirma, die sich auf Feuerwehrtechnik spezialisiert hatte. Die Firmengeschichte ist eng mit der Entwicklung Wittenberges und der Feuerwehr verbunden. Die Feuerwehr ging 1868, wie vielen anderen Orten Brandenburgs, aus dem Turnerverein hervor.