-
Johann Peter Horst und seine Geliebte Luise Christiane Delitz führen um 1810 eine lose Bande von Brandräubern an, die Brandenburg, Böhmen und Sachsen durch Brandstiftung und Diebstahl unsicher machten. Als Anführer der so genannten Mordbrennerbande geht das Paar in die Kriminalgeschichte ein.
Johann Peter Horst und seine Bande werden beschuldigt, in 45 Städten und Dörfern Brand gelegt zu haben, um ihre Raubzüge zu vertuschen. Der damit angerichtete Schaden stand meistens in keinem Verhältnis zur Beute. Der Räuber stiehlt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Tatorte sind unter anderem Ziesar, Rathenow, Brandenburg an der Havel, Lenzen, Perleberg, Stettin, Müncheberg, Frankfurt an der Oder, Lübben. Jahrelang kommen sie ihm und seiner Geliebten nicht auf die Schliche. Einmal wird er festgenommen, weil er sich nicht ausweisen kann. Es gelingt ihm die Flucht, als der Gerichtsdiener ihn leichtfertig zum Angeln mitnimmt. Erst später verrät ihn eine Pfeife, die er natürlich geklaut hatte. Er wird festgenommen und 1813 mit seiner Geliebten auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Dies ist wahrscheinlich die letzte Verbrennung in Preußen.
Beitrag von Theresa Majerowitsch





