Zwei historische Feuerwehrmänner an einer Handdruckspritze (quelle rbb )
Feuerwehrtechnik, Handdruckspritze

- Feuerwehrtechnik aus Wittenberge

Seit 155 Jahren existiert die Wittenberger Firma Metscher, eine alteingesessene Gießereifirma, die sich auf Feuerwehrtechnik spezialisiert hatte. Die Firmengeschichte ist eng mit der Entwicklung Wittenberges und der Feuerwehr verbunden. Die Feuerwehr ging 1868, wie vielen anderen Orten Brandenburgs, aus dem Turnerverein hervor.

Erster Spritzenmeister war Carl Wilhelm Metscher, der seine Leidenschaft an die Söhne weitergab. 1891 begannen die drei Söhne, bekannt unter "Gebrüder Metscher", Handdruckspritzen herzustellen. Das revolutionierte die Brandbekämpfung und wurde über vier Jahrzehnte zur Haupteinnahmequelle. Um 1900 haben 40 Leute im Betrieb gearbeitet. Das Geschäft war nicht konkurrenzlos. Ungefähr 600 Hersteller gab es deutschlandweit. Später bauten sie Brunnen und Feuerlöschköpfe, die noch heute wie kleiner Denkmäler in Wittenberge und Dörfer rund herum stehen. Viele der mechanischen Handdruckspritzen wurden von Liebhabern wieder aufgebaut und stehen so zu sagen einsatzbereit in Museen wie im Blaulichtmuseum Beuster vor den Toren Wittenberges. Der Nachfahre des Gründers, Dietmar Metscher, hat die Firma übernommen und konzentriert sich heute auf Brunnenbau, aber auch auf die Restaurierung von Feuerlöschköpfen aus dem eigenen Haus. In der Bäckerstraße 2 ist heute noch der Sitz der Firma Metscher im Gebäude der alten Fabrik.

Beitrag von Dagmar Lembke

weitere Themen der Sendung

Schriftzug Feuerlöscher Apparat Minimax (Quelle rbb )

Die Geschichte der Minimax-Feuerlöscher

Ab 1905 wurden Feuerlöscher in Neuruppin produziert, im ersten Feuerlöschgerätewerk Deutschlands. Schnell wurden Minimax-Produkte zur Massenware und die Firma expandierte. Der Unternehmer Wilhelm Graaff hatte sich gemeinsam mit Hans Mikorey, einem Ingenieur, den ersten Handfeuerlöscher der Welt patentieren lassen, der in Massenproduktion gehen sollte.

In die Copie einer alten Stadtkarte von Neuruppin wird in der Mitte ein Loch gebrannt. ( Quelle rbb)

Der große Neuruppiner Stadtbrand

Kaum eine Stadt in Brandenburg ist so häufig von Großbränden heimgesucht worden wie Neuruppin. Feuer schrieben sozusagen die Stadt-Geschichte. Himmelfahrt 1465 brannten große Teile Klosterviertels ab. Fünf Brände überzogen die Stadt allein im 17. Jahrhundert. Doch die Katastrophe, die sich am 26. August 1787 ereignete, überstieg mit ihrer Zerstörungswucht alle vorangegangenen.

ein Gemälde zeigt den Schlossbrand in Cottbus am 23. August 1857 ( Quelle rbb )

Die Cottbuser Turner-Feuerwehr

Am 23. August 1857 stand der Cottbuser Schlossberg lichterloh in Flammen. Die Ursache war ungewöhnlich, denn im Schloss befand sich eine moderne Textilfabrik. Sie verfügte über die erste Dampfmaschine in der Stadt. Offensichtlich war der technische Fortschritt schneller als der Brandschutz. Denn die riesigen Mengen Wolle, die dort verarbeitet wurden, entzündeten sich und flogen brennend durch die Luft.

Eine brennende Fackel zündet ein Heuverschlag an ( Quelle rbb )

Die Mordbrennerbande

Johann Peter Horst und seine Geliebte Luise Christiane Delitz führen um 1810 eine lose Bande von Brandräubern an, die Brandenburg, Böhmen und Sachsen durch Brandstiftung und Diebstahl unsicher machten. Als Anführer der so genannten Mordbrennerbande geht das Paar in die Kriminalgeschichte ein.