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Die Etrich-Taube war eines der ersten Flugzeuge, das in großer Zahl produziert wurde. Liebhaber sind bis heute von der Konstruktion fasziniert. Ein Ehepaar baut in Grünheide so ein Fluggerät nach – es ist nicht ihr erstes.
Elsa und Harald Lohmann brennen für den Flugzeugbau. In einer Hangarhalle am damaligen Flugplatz Fürstenwalde haben die beiden Senioren Ende der 1990er Jahre eine so genannte Etrich-Taube originalgetreu nachgebaut. Und schufen damit die Maschine eines Flugzeugtyps, der schon im Ersten Weltkrieg unterwegs war. Im Jahr 2005 folgte der Schock: Die Etrich-Taube stürzte bei einer der ersten Flüge ab, der Pilot kam ums Leben. Die Lohmanns zogen sich zurück, konnten vom Flugzeugbau dann aber doch nicht lassen. Statt am inzwischen geschlossenen Flugplatz Fürstenwalde bauen die jetzt 82-Jährigen in einer Halle auf dem Gelände eines Ferienlagers im Grünheider Ortsteil Störitz eine neue Etrich-Taube. Im nächsten Jahr wollen sie gemeinsam abheben. Für Elsa und Harald Lohmann geht der Traum vom Fliegen weiter – und wahrscheinlich wird er nie zu Ende gehen.
Autor: Michel Nowack

