-
Zwei Piloten die zum NVA-Transportfliegergeschwader 44 gehörten erzählen von ihren Erlebnissen – exzellentes Fliegerisches Können und natürlich politische Zuverlässigkeit waren die Voraussetzung – ob mit Honecker, Schalck oder verwundeten Afghanen an Bord.
Norbert Reisberg und Detlef Sage gehörten der DDR-Regierungsstaffel an, die in Marxwalde heute Neuhardenberg stationiert war. Bereits 1957 gab es eine erste kleine Einheit auf dem Militärflugplatz nahe der polnischen Grenze. Diese Einheit wurde in den 70er Jahren erheblich erweitert. TG 44 - das NVA-Transportfliegergeschwader 44 - Honeckers Piloten, um diese Einheiten rankten sich viele Mythen, Vermutungen, auch Missgunst - aber eben auch Stolz und Ehre. Nicht jeder durfte in Honeckers Air Force One: Linientreue war sicher Voraussetzung, aber auch sehr gute Noten, eine exzellente Gesundheit und die Leidenschaft zum Fliegen war Bedingungen.
Die DDR-Führung hat es verstanden, die besten Flieger zu rekrutieren. Abgesehen davon lief ab den 70ern die Ausbildung, auch der Interflugpiloten, nur über die NVA. Heute zahlt ein angehender Pilot, persöhnlich, über 100-tausend Euro bevor er überhaupt fliegen darf !
Norbert Reisberg war der letzte Staffelkommandeur der TG 44 Staffel 1. Er flog Honecker, Stoph und Co. Detlef Sage gehörte der TG 44 Staffel 2 an. Er flog Schalck, Fischer und verwundete Afghanen. Beide erzählen ehrlich ihre persönliche Geschichte.
Autorin: Dagmar Lembke

