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Seit 1911 wurde in Frankfurt (Oder), Ortsteil Kunersdorf (heute Kunovice in Polen) geflogen. Das erste Flugzeug, das die Stadt ansteuerte, stürzte allerdings ab. Erst die zweite Landung glückte. 1929 wurde die Linie Dresden-Cottbus-Guben-Frankfurt-Stettin feierlich eröffnet. Während des ersten und zweiten Weltkrieges wurde der Fliegerhorst militärisch genutzt.
Wenn vom Flughafen Frankfurt die Rede ist, denkt jeder an Frankfurt am Main. Doch auch das kleinere Frankfurt (Oder) kann stolz auf eine Fliegertradition verweisen. Das Flugwesen begann hier 1911, auf einem ehemaligen Exerziergelände am östlichen Rand von Frankfurt, in Kunowice, das heute in Polen liegt. Das erste Flugzeug, das die Stadt ansteuerte, stürzte allerdings ab. Erst die zweite Landung glückte. 1929 wurde die Linie Dresden-Cottbus-Guben-Frankfurt-Stettin feierlich eröffnet. Während des ersten und zweiten Weltkrieges wurde der Fliegerhorst militärisch genutzt. Im Stadtarchiv finden sich Dokumente, Fotos und Lagepläne, die zeigen, dass der Frankfurter Fliegerhorst kein kleiner Feldflughafen war. Nach 1945 war´s mit der Fliegerei allerdings zu Ende. Heute steht nichts mehr auf dem ehemaligen Flughafengelände. Im Stadtarchiv Frankfurt findet sich das Fotoalbum eines Frankfurter Militärfliegers mit eindrucksvollen Dokumenten, auch Bildern von dramatischen Abstürzen seiner Fliegerkollegen.
Ein alter Frankfurter, dessen Vater 1939 im Fliegerhorst zur Ausbildung war, kann sich noch gut daran erinnern, dass er seinen Vater dort besucht hat. Eine große Attraktion für den Jungen war das Fliegercafe, weil man von dort die aufsteigenden Maschinen ganz dicht sehen konnte. Auch für Werner Bader, Jahrgang 1922, ist der Fliegerhorst erlebte Geschichte. 1941 wurde er dort zum Flieger ausgebildet und hat "als Rekrut viel Schweiß vergossen".
Autoren: Anja Ludewig und Matthias Dautz

