+++ Brandenburg an der Havel: Brennpunkt des Aufstandes +++ Der Aufstand vom 17. Juni als Comic +++ Bauernaufstand in Jessen +++ Bauarbeiter contra Hochöfner? +++ Streikführer Heinz Grünhagen +++
Es ist ein Tag, den Werner Kießig und Hans Lüdemann nie vergessen werden. Zwei Brandenburger Lehrlinge, die am Volksaufstand am 17. Juni 1953 in der Stadt Brandenburg an der Havel teilnahmen.
Erfundene Heldengeschichten sind normalerweise die Welt der Comics, die jetzt um die tatsächliche Geschichte des Aufstandes vom 17. Juni bereichert wird. In der aktuell erschienen Bildergeschichte "17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva" haben das Autorentrio Tim Köhler, Alexander Lahl und Max Mönch gemeinsam mit der Zeichnerin Kitty Kahane eine Gratwanderung unternommen.
Die Bauern hatten in den Monaten vor dem 17. Juni besonders gelitten. Überall wo sie sich zu machtvollen Aktionen zusammentaten, erzielten sie Erfolge. Die Anführer allerdings büßten ihr Engagement meist mit langen Haftstrafen.
Auch in Stalinstadt, das 1953 Großbaustelle ist, streiken die Bauarbeiter gegen Normerhöhung und schlechte Versorgung. Einige von ihnen gehen zum Hochofen, um die dortigen Hüttenarbeiter zum Niederlegen der Arbeit aufzurufen.
Heinz Grünhagen war Streikführer am 17. Juni 1953 in Strausberg. Aus Protest gegen „Normerhöhungen" und die miserablen wirtschaftlichen Bedingungen wollte er mit vielen Strausberger Baustellen-Kollegen spontan zu den Kundgebungen nach Berlin fahren.