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Erfundene Heldengeschichten sind normalerweise die Welt der Comics, die jetzt um die tatsächliche Geschichte des Aufstandes vom 17. Juni bereichert wird. In der aktuell erschienen Bildergeschichte "17. Juni – Die Geschichte von Armin und Eva" haben das Autorentrio Tim Köhler, Alexander Lahl und Max Mönch gemeinsam mit der Zeichnerin Kitty Kahane eine Gratwanderung unternommen.
Sie kombinieren historisch belegte Ereignisse vom Protest der Arbeiter in Hennigsdorf mit einer Liebesgeschichte im Umfeld des Volksaufstands.
Im Comic sucht Eva in der Zeit nach der Wende nach ihrer Jugendliebe: einem Mann, der nach der Niederschlagung der Proteste in die Fänge der stalinistischen Justiz geriet. Abseits dieser Rahmenhandlung recherchierten die Autoren mit Liebe zum Detail geschichtliche Fakten und Zeitkolorit. Sie wurden dabei von der Stadt Hennigsdorf unterstützt, die die Chance erkannte, die damaligen Ereignisse einem jüngeren Publikum auf zeitgemäße Art zugänglich zu machen. Es ist vielleicht das ungewöhnlichste Denkmal, das den Protestierenden des Jahres 1953 gesetzt wurde.
Beitrag von Wolfgang Albus

