+++ Kindheit in Brandenburg +++ Die wechselvolle Geschichte der Ankersteine +++ Die Geschichte der Wandervogelbewegung +++ Historische Spiele in Brandenburg +++ Pionierrepublik +++ Kindheit in Großbeeren +++
Viele Menschen in Brandenburg beschäftigen sich in diesem Jahr intensiver als sonst mit dem Thema Kindheit. Denn die Kulturland Kampagne hat das Jahr 2013 unter das Motto „spiel und ernst – ernst und spiel“ gestellt. Auch „Theodor – Geschichte(n) aus der Mark“ unternimmt eine Reise in die Vergangenheit.
Kleine Ziegel aus Kreide, Sand und Leinöl sollten das Erfinderleben zweier Luftfahrtpioniere auf eine solide wirtschaftliche Basis stellen. Gustav Lilienthal, der kleine Bruder von Otto Lilienthal, hatte einst eine Maurerlehre absolviert und wollte das Bauhandwerk auch in die Kinderzimmer bringen. So entstanden die später weltberühmten Anker-Steinbaukästen.
Im Stadtpark von Berlin-Steglitz erinnert ein Stein an die Gründung der Wandervogelbewegung. Das damalige Dorf gehörte zur Provinz Brandenburg. Von dort verbreitete sich die Wandervogelbewegung rasch in ganz Deutschland. Das Symbol der Wandervögel war der mythische Vogel Greif: eine Mischung aus Phönix und Fischreiher.
Wer erinnert sich noch an die Zeit, bevor Computerspiele und industriell hergestellte Spielwaren die Kinderzimmer eroberten? Vor allem die Kinder aus ärmeren Haushalten mussten in früheren Zeiten improvisieren. Kein Baum war zu hoch, Treppengeländer wurden in Rutschen verwandelt und Kellereingänge in Höhlen umfunktioniert.
Generationen von DDR-Kindern haben die Pionierrepublik am Werbellinsee besucht. Es war das zentrale Ferienlager der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ der DDR. Heute ist es Jugend- und Begegnungsstätte und zählt jedes Jahr 100.000 Übernachtungen. Die Kinder hierhin zu locken, erfordert viel Werbung.
Unter dem Titel „Kindheit in Großbeeren“ bringt die örtliche Bibliothek Kinder und Erwachsene zusammen, die sich gegenseitig regionale Geschichte erzählen. Zu dieser Aktion führten Fragen wie diese: „Mame, als Du klein warst, sah da die Schule genau so aus wie heute?“ Denn viele Eltern können das gar nicht beantworten, weil sie zu der großen Zahl der Neubürger zählen.