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Generationen von DDR-Kindern haben die Pionierrepublik am Werbellinsee besucht. Es war das zentrale Ferienlager der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ der DDR. Heute ist es Jugend- und Begegnungsstätte und zählt jedes Jahr 100.000 Übernachtungen. Die Kinder hierhin zu locken, erfordert viel Werbung.
Früher war das anders – ein Ticket in die Pionierrepublik war begehrt. Aber einreisen in die Republik in der Republik durften nur besonders vorbildliche Pioniere. Und so bleiben heute die Erinnerungen für die einen als einen besonderen Ort, für die andere als Kaderschmiede. Mitten in der Schorfheide wurde sie gebaut, eine ganze Stadt, in der 1200 Kinder auf einmal übernachten konnten. Die DDR ließ sich das was kosten, allein 18 Millionen Mark verschlang der Bau der ersten sechs Wohnhäuser. Später kamen weitere sechs dazu und viele Nebengebäude von der Kantine bis zum Kino und natürlich einer Schule.
Schüler Jürgen Noack und Lehrer Wilhelm Ziemann waren 1957 hier. Heute sind sie beide in Rente. Aber sie betonen beide, hier durfte man trotz Fahnenappell Kind sein. Jürgen Noacks ganze Klasse 6 aus der Goetheschule Forst (Lausitz) war sechs Wochen hier, fröhliche Wochen für die Kinder, die in ihrer noch vom Krieg zerstörten Stadt die Ruinen als Spielplatz hatten. Anders die Erinnerungen von Gisbert Amm. Der 1965 geborene Thüringer war Gruppenratsvorsitzender in seiner Klasse. Im Spätherbst 1976 verbrachte er sechs Wochen hier in einem so genannten Manöverlehrgang. Statt „Fröhlichsein und Singen“ wie der Titel eines Pionierliedes lautet, standen auch Kriegsspiele auf dem Programm.
Heute tummeln sich Kita-Kinder und Schulklassen auf dem Gelände. Seminare veranstaltet die UNESCO für das Freiwilligenjahr. Denn in einem sind sich alle einig. Die Freizeitanlage ist ein idyllischer Ort.
Beitrag von Dagmar Lembke
Schüler Jürgen Noack und Lehrer Wilhelm Ziemann waren 1957 hier. Heute sind sie beide in Rente. Aber sie betonen beide, hier durfte man trotz Fahnenappell Kind sein. Jürgen Noacks ganze Klasse 6 aus der Goetheschule Forst (Lausitz) war sechs Wochen hier, fröhliche Wochen für die Kinder, die in ihrer noch vom Krieg zerstörten Stadt die Ruinen als Spielplatz hatten. Anders die Erinnerungen von Gisbert Amm. Der 1965 geborene Thüringer war Gruppenratsvorsitzender in seiner Klasse. Im Spätherbst 1976 verbrachte er sechs Wochen hier in einem so genannten Manöverlehrgang. Statt „Fröhlichsein und Singen“ wie der Titel eines Pionierliedes lautet, standen auch Kriegsspiele auf dem Programm.
Heute tummeln sich Kita-Kinder und Schulklassen auf dem Gelände. Seminare veranstaltet die UNESCO für das Freiwilligenjahr. Denn in einem sind sich alle einig. Die Freizeitanlage ist ein idyllischer Ort.
Beitrag von Dagmar Lembke

