Ingrid Epler und Mann (Quelle: rbb)

- Fremde Heimat in Brandenburg

Nach dem Kriegsende 1945 waren Millionen Kinder, Frauen und Männer in Europa entwurzelt und unfreiwillig auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Mit ihren Handwagen zogen Menschen in eine fremde Heimat in Richtung Westen. So erging es auch Ingrid Epler.

Sie wuchs als junges Mädchen in Pyrene, dem damaligen Kreis Landsberg auf.

Heute lebt sie, nur 130 Kilometer entfernt, in Oranienburg bei Berlin und erlebte den schwierigen Neuanfang ihrer Familie. Ingrid war erst sechs Jahre alt als die Flucht Richtung Küstrin begann. Sie erinnert sich an eine schwere Zeit, denn Wohnungen gab es für die Neu-Ankömmlinge nicht. Sie besaßen nur, was auf einen kleinen Handwagen gepasst hatte. Irene Epler ist in dem Dorf geblieben und seit 1962 verheiratet. In ihrem Schuppen liegt ein wichtiges Erinnerungsstück. Die Räder des Handwagens, mit dem ihre Familie vor fast 70 Jahren in ihrer zweiten Heimat angekommen ist.

Beitrag von Margarethe Steinhausen